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Filmemacher: "Er ist ein böses Genie" - Michael Moore glaubt an zweite Amtszeit für Donald Trump

Michael Moore hat einen Film über die Wahl Donald Trumps gedreht und ist sich sicher: Der US-Präsident wird auch ein zweites Mal für das Amt gewählt. Denn Trump sei ein "böses Genie" und der "König der falschen Fährten".

Kinotrailer: "Der letzte Präsident der USA" – Michael Moores neuer Film ist eine Kampfansage an Trump

Der Autor und Filmemacher ("Bowling for Columbine", "Stupid White Men") ist für manche eine Ikone des Politaktivmus, für andere ein linker Hetzer. 2016 gehörte Moore zu den wenigen Donald-Trump-Kritikern, die dem umstrittenen Kandidaten den Sieg vorhergesagt hatten (übrigens auf die exakte Weise). Nun lehnt er sich wieder aus dem Fenster und behauptet, das auch die nächste Präsidentschaftswahl gewinnen werde: "Zu viele Leute waren sich im Sommer 2016 sicher, dass Hillary Clinton gewinnen würde, weil jeder dachte, niemand würde diesen Idioten wählen." Und diese Denke könne sich beim nächsten Mal wiederholen, so Moore im Sender CNN. Denn Trump "ist ein böses Genie".

Verloren und trotzdem Präsident geworden

"Trump hat es geschafft, die schlausten Leute zu überlisten, die sich jemals um die Präsidentschaft beworben haben", sagte der Regisseur, der zurzeit seine neuen Film "Fahrenheit 11/9" bewirbt, der die vor zwei Jahren zum Thema hat. Dem konservativen Kandidaten sei es sogar gelungen, Präsident zu werden, obwohl er die Wahl eigentlich verloren hatte. Moore spielt damit auf den Umstand an, dass Clinton drei Millionen Stimmen mehr bekommen hat als Trump, er aber mehr Wahlmännerstimmen für sich verbuchen konnte, was im US-Wahlsystem der entscheidende Faktor ist. "Wie das passieren konnte? Das wird die Historiker noch über Jahre beschäftigen."

Michael Moore

Michael Moore: "Das wird die Historiker noch über Jahre beschäftigen"

AFP

Michael Moore glaubt sogar, dass der  selbst für viele der Durchstechereien verantwortlich ist, sogar hinter dem Gastbeitrag in der "New York Times" stehe. Darin erzählt ein hochrangiger Mitarbeiter des Weißen Hauses, wie er die Arbeit Trumps torpediere. "Das hat er selbst geschrieben. Trump oder einer seiner Lakaien. Denn er ist der Chef-Ablenker, der König der falschen Fährten", glaubt der Filmmacher, der seine leicht irritierende Theorie folgendermaßen abrundet: "Wenn wir irgendwas gelernt haben sollten, dann, dass er alles tut, damit sich die Menschen abwenden." In dem Gastbeitrag gebe es einen Satz, der das gut demonstriere, so Moore: "'Machen sie sich keine Sorgen, es sind Erwachsene im Raum'" (der Autor meint damit Mitarbeiter, die Trump gleichsam einfangen, d.Red.) "Dahinter steht die Absicht, uns zu beruhigen, damit wir nicht genau hinsehen, was er wirklich macht."

nik