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Regisseur Michael Moore: Mit diesen zehn Regeln werden wir Trump alle zusammen ganz schnell los

Filmemacher Michael Moore hat sich ganz und gar dem Widerstand gegen den neuen US-Präsidenten verschrieben. Auf Facebook postuliert er jetzt ein Zehn-Punkte-Manifest zur Trump-Absetzung. Allerdings mit  kleinen Schönheitsfehlern.

Regisseur Michael Moore spricht beim Women's March

Michael Moore spricht beim  "Women's March" auf  Washington" im Januar. Der Filmemacher und Autor ist für Trump das, was Amerikaner gern als "pain in the ass" bezeichnen 

Filmemacher Michael Moore hat nie einen Hehl daraus gemacht, was er von Donald Trump hält. Schon im Wahlkampf hat er sich am damaligen Kandidaten der Republikaner abgearbeitet, nannte ihn einen "erbärmlichen, ignoranten, gefährlichen Teilzeit-Clown und Vollzeit-Psychopathen". Nichtsdestotrotz war er einer der wenigen, die Trumps Sieg über Hillary Clinton vorhergesehen haben. 

Doch offenbar hat Trumps Triumph den Widerstandsgeist des Regisseurs ("Trumpland", "Bowling for Columbine") und Autors ("Stupid White Men") nur noch angestachelt. Bereits am Morgen nach der Wahl hatte Moore mit einer "To Do Liste" reagiert, was Trump-Gegner jetzt gegen den neuen Präsidenten unternehmen könnten. Im Dezember nahm er dann in einem TV-Interview fast schon hellsichtig die verkorksten ersten Trump-Wochen vorweg. Und nun, als vorläufigen Höhepunkt seines Anti-Trump-Feldzugs, veröffentlichte Moore auf seiner Facebook-Seite eine Art Handbuch mit zehn konkreten Handlungsanweisungen für Millionen von Anti-Trump-Partisanen. 

Michael Moore: Ruft jeden Tag beim Kongress an

"Do These 10 Things, and Trump Will Be Toast" (in etwa: Befolgt diese zehn Punkte und Trump ist erledigt") heißt es dort voller Zuversicht. Das, was dann folgt, ist vergleichsweise unspektakulär. Ruft jeden Tag einmal beim Kongress an, heißt es etwa in Punkt 1. Gründet Eure private schnelle Eingreiftruppe (Punkt 3). Tretet in Protest-Organisationen ein (Punkt 4) und - noch besser – kandidiert selbst für ein Amt (Punkt 8). Ganz wichtig: Werdet selbst zum Berichterstatter (Punkt 9) sowie – und dieser Punkt ist für die meisten wohl am einfachsten zu befolgen – verspottet Trump wo und wann immer ihr könnt (Punkt 10).

Klingt ein wenig nach 70er-Jahre Baukasten für den Studentenprotest. Und in Wahrheit ist die Aufforderung, sich zu einer Art Anti-Trump-Graswurzelbewegung zusammenzuschließen nur ein aufgebohrtes Remake von Moores ursprünglichen fünf Punkten vom November. Neu ist immerhin ein von ihm initiierter Widerstandskalender, in dem Aktivisten landesweit ihre Aktionen eintragen und so schnell Unterstützer gewinnen können.

Andererseits: Mag man es Moore angesichts der bizarren Amtsführung von Donald Trump wirklich vorwerfen, dass er sich in seinem Protest hier und da selbst wiederholt?

"Wir können Trump stoppen", schreibt Moore am Ende seines Manifests. "Wir können ihn nerven und gewaltfrei ausbremsen. Aber dafür muss jeder mit anpacken!"

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kng