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"TrumpiLeaks" Michael Moore startet Enthüllungsplattform gegen Trump

Die Bildkombo zeigt US-Präsident Donald Trump und US-Regisseur Michael Moore
Regisseur Michael Moore (r.) ruft auch Mitarbeiter der Regierung dazu auf, gegen US-Präsident Donald Trump auf "TrumpiLeaks" auszupacken
© AP Photo/Pablo Martinez Monsivais, Andy Kropa/Invision/AP
Der US-Regisseur Michael Moore ist für seine kritischen Aktionen bekannt. Sein neuester Coup: Eine Enthüllungsplattform, auf denen er Menschen dazu aufruft, brisantes Material über den US-Präsidenten einzureichen. 

Der US-Regisseur und Autor Michael Moore startet eine Online-Offensive gegen Donald Trump. Im Internet hat der 63-Jährige jetzt eine Plattform eingerichtet, auf der er Enthüllungen über den US-Präsidenten sammelt.  Auf "TrumpiLeaks" sollen "patriotische Amerikaner in der Regierung, der Strafverfolgungsbehörde oder dem privaten Sektor, die Wissen haben über Verbrechen, Lügen und generelle Vergehen von Donald Trump und seinen Verbündeten", ihre Informationen weitergeben, um "die Vereinigten Staaten von Tyrannei zu beschützen", wie es heißt.

"Es könnte gefährlich werden"

Dazu stellt der Dokumentarfilmer verschiedene technische Möglichkeiten zur Verfügung, auf denen Informanten ihre Dokumente, Videos, Fotos oder Audiofiles anonym und in verschlüsselter Form hochladen und direkt mit Michael Moore in Kontakt treten können.

Moore ist sich bewusst, dass er sich mit diesem Aufruf nicht nur Freunde macht. "Es könnte gefährlich werden. Es könnte uns in Schwierigkeiten bringen. Aber uns läuft die Zeit davon. Wir müssen handeln. Es ist unsere patriotische Pflicht", schreibt er zu Beginn eines öffentlichen Briefes, in der er seine Aktion erklärt.

"In der Zeit, in der ihr den Brief anfangt zu lesen, bis zu dem Moment, wo ihr unten angekommen seid, kann es gut sein, dass Donald Trump die Verfassung verletzt, die Gerechtigkeit behindert, das amerikanische Volk belogen, Gewalttaten unterstützt oder begangen hat oder einen schrecklichen Fehler begeht, der die politische Karriere eines anderen Politikers beendet (oder mich oder dich ins Gefängnis schickt). Und wie immer in der Vergangenheit wird er damit davonkommen."  

Moore bittet: "Macht keinen Fehler - Donald J. Trump hat nicht die Absicht, das Weiße Haus vor dem 20. Januar 2025 zu verlassen." Deshalb müsse man handeln. "Ich weiß, das ist riskant", schreibt er. "Ich weiß, wir könnten dafür in Schwierigkeiten kommen. Aber es steht zuviel auf dem Spiel, um an Sicherheit zu denken."

Die Website kommt fast zeitgleich zur Festnahme einer 25-jährigen Frau, die vertrauliche Informationen des Geheimdienstes NSA an die Website "The Intercept" weitergegeben haben soll. Trump hatte angekündigt, mit aller Macht gegen Leaks und die Weitergabe geheimer Informationen vorzugehen.

Der ultraliberale Moore, der mit "Bowling For Columbine" zur Schusswaffen-Kultur in den USA 2003 einen Oscar gewann, ist bekannt für seine politischen Filme, mit denen er immer wieder für Diskussionen sorgt. Kurz vor der US-Präsidentschaftswahl erschien von ihm der Film "Michael Moore in Trumpland", Ende Juli will er zudem ein Theaterstück über Trump an den Broadway in New York bringen. 

jek

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