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Regie-Ikone: "Ich war ignorant und unsensibel": Tarantino entschuldigt sich bei Polanski-Opfer

Quentin Tarantino hat frühere Aussagen über ein Missbrauchsopfer des Filmemachers Roman Polanski relativiert - und sich bei dem Opfer entschuldigt. "Ich war ignorant und unsensibel", so der US-Regisseur.

"Ich war ignorant und unsensibel": Quentin Tarantino entschuldigt sich für Äußerung über Polanski-Opfer

Seine früheren Aussagen seien "vor allem nicht korrekt" gewesen, beteuert US-Regisseur Quentin Tarantino (Archivbild)

AFP

US-Regisseur (54, "Django Unchained") hat sich für frühere Äußerungen über eine Frau entschuldigt, die als Minderjährige von Regisseur Roman Polanski missbraucht wurde. "Ich war ignorant und unsensibel und vor allem nicht korrekt", zitierten US-Medien am Donnerstag auf der Mitteilung des Oscar-Preisträgers. Er wolle sich hiermit öffentlich bei Samantha Geimer entschuldigen.

1977 hatte ("Der Pianist") unerlaubte sexuelle Handlungen mit der damals 13-Jährigen vor Gericht zugegeben. Unmittelbar vor der Urteilsverkündung floh er nach Frankreich und betrat die USA seitdem nie wieder. Tarantino war mit kürzlich aufgetauchten Äußerungen in die Kritik geraten, die er 2003 in einem Interview mit Radiomoderator Howard Stern gemacht hatte. Es sei damals keine Vergewaltigung gewesen, spekulierte er in der Show. Das Mädchen habe den Sex gewollt.

Quentin Tarantino "bereut" heiklen Stunt

"Damit liegt er falsch", sagte Geimer über Tarantino im Interview mit der Zeitung "Daily News". Sie sei nicht verärgert, aber sie würde es begrüßen, wenn er seinen Fehler einsehen würde. In seiner Stellungnahme erklärte Tarantino nun, dass Geimer tatsächlich von Polanski vergewaltigt worden sei.

Die heute 54 Jahre alte Amerikanern hat in den vergangenen Jahren wiederholt die Einstellung des langjährigen Verfahrens gegen Polanski gefordert. Sie sei sich sicher, dass Polanski die Tat damals sofort bereut habe, sagte sie im vorigen Jahr.

Tarantino war erst kürzlich  durch Vorwürfe von seiner "Kill Bill"-Darstellerin Uma Thurman in die Schlagzeilen geraten. Er entschuldigte sich dafür, die Schauspielerin bei den Dreharbeiten für "Kill Bill" zu einem Stunt überredet zu haben, bei dem sie sich verletzte. "Das war eines der Dinge, die ich am meisten bereue in meinem Leben", sagte er dem Filmmagazin "Deadline".



fs / DPA
Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo