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Nach Äußerungen zu Polanski-Opfer: Quentin Tarantino: Was Roman Polanski mit seinem neuen Film zu tun hat

Nach seinen Kommentaren über Roman Polanski von 2003 und dem Shitstorm gegen ihn ist womöglich Quentin Tarantinos neuer Film in Gefahr. Dabei wäre ein großer Kinohit für ihn extrem wichtig. 

Quentin Tarantino

Quentin Tarantino plant derzeit eigentlich die Umsetzung seines neuen Filmes über die Manson-Familie. Da er darin auch Roman Polanski groß thematisieren wollte, ist das Projekt jetzt womöglich in Gefahr. 

Picture Alliance

Es sind Aussagen, die Quentin Tarantino aus heutiger Sicht wohl am liebsten zurücknehmen würde. In einer Audioaufnahme eines Radiointerviews von 2003 ist zu hören, wie der Regisseur ("Django Unchained") über Roman Polanskis 13-jähriges Opfer herzieht. "Sie wollte es doch", sagt er gegenüber den Moderatoren Howard Stern und Robin Quivers, die schockiert versuchen, dem Regisseur die Angelegenheit zu erklären. Doch Tarantino, der sich über den Oscargewinn Polanskis 2003 freute, weicht in dem Gespräch nicht von seinem Standpunkt ab. 

Quentin Tarantino plant Film über die Manson-Familie

Für Tarantino kommt der Shitstorm gegen ihn zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt. Nachdem sein letzter Film "The Hateful Eight" (übrigens vertrieben von Harvey Weinstein) im Vergleich zu seinen anderen Filmen eher floppte, will der Kultregisseur mit seinem nächsten Projekt unbedingt mal wieder einen Hit landen - schließlich plant er, nur noch zwei Filme zu drehen, bevor er sich ausschließlich auf Theater-Produktionen und Romane konzentrieren will. Und für seinen vorletzten Streifen hat er sich ausgerechnet die Geschichte der Manson-Familie ausgesucht. Ausgerechnet - weil Tarantino darin auch Roman Polanski thematisieren wird, dessen Frau Sharon Tate 1969 von Mitgliedern des Verbrecherclans ermordet wurde. Eine Tatsache, die einige Kritiker nach dem Skandal für untragbar finden. "Jetzt macht Tarantino einen Film über Polanski. Warum wird das finanziert?", fragt Filmemacher Judd Apatow auf Twitter. 

Leonardo DiCaprio soll angeblich die Hauptrolle in Manson-Film bekommen

Die Rechte an dem ambitionierten Tarantino-Projekt hat Sony Pictures für angeblich 100 Millionen Dollar gekauft - Leonardo DiCaprio und Margot Robbie sind derweil im Gespräch für die beiden Hauptrollen. Kritik an dem Multimillionen-Dollar-Projekt kam aber nicht nur vonseiten der Tarantino-Gegner. Sharon Tates Schwester äußerte sich erst kürzlich gegenüber dem "People"-Magazin zu den Gerüchten, die Geschichte ihrer Familie solle von diversen Studios verfilmt werden. "Es ist egal, wer darin mitspielt - es ist einfach geschmacklos. Wie sich alle gerade bemühen, zum 50. Jahrestag dieses grauenhaften Ereignisses etwas zu veröffentlichen ist stillos", sagte Debra Tate dem Magazin. 

Ob Sony Pictures die Zusammenarbeit mit Tarantino nun beenden wird, ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar. Tatsächlich wollte sich die Produktionsfirma bislang nicht dazu äußern. Auf riefen empörte Nutzer allerdings zu einem Boykott von Tarantinos Filmen - und besonders seinem neuesten Projekt - auf. 


ls
Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo