Wolfsrudel

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Einäugiger Wolf mit riesigem Rudel angeblich in Österreich gefilmt – das steckt hinter dem Video

Wildkamera-Aufnahmen Einäugiger Wolf mit riesigem Rudel angeblich in Österreich gefilmt – das steckt hinter dem Clip

Sehen Sie im Video: Einäugiger Wolf mit riesigem Rudel angeblich in Österreich gefilmt – das steckt hinter dem Clip.










Dieses Video eines Wolfsrudels verbreitet sich in den sozialen Medien.


Angeblich stammt der Clip, der 14 der Raubtiere zeigt, aus Allentsteig in Niederösterreich.


Die vermeintlich aktuellen Aufnahmen einer Wildkamera zeigen das Rudel in einem winterlichen Wald.


Social-Media-Nutzer reagieren mit Sorge um Weidetiere oder Freude über den Anblick des Rudels.


Doch ist der faszinierende Clip wirklich echt?


Bei der Behauptung, dass das Video aus Österreich stamme, handelt es sich um einen Fake.


Gegenüber den „Niederösterreichischen Nachrichten“ äußert der zuständige Bezirksjägermeister Manfred Jäger, dass der Clip sicherlich nicht aus Allentsteig stamme.


Das Video stammt ursprünglich vom Youtube-Kanal des kanadischen Ökologie- und Evolutions-Professors Andrew Hendry. (Quelle: Mimikama)


Außerdem ist der kurze Clip Teil eines längeren Videos, in dem der Forscher das Leben eines einäugigen Wolfes in der kanadischen Provinz British Columbia dokumentiert.


Was im Ausschnitt in den sozialen Medien nicht zu sehen ist: Der Timecode – die Aufnahme ist nicht aktuell, sondern entsteht bereits im November 2021.


Der Fall zeigt, wie leicht Videos in den sozialen Medien aus dem Kontext gerissen werden können und warum es wichtig ist, Clips kritisch zu hinterfragen.


Wie untersuchen wir in der Redaktion Videos auf Manipulation? Dabei ist ein Blick auf die Details wichtig. Die Einzelbilder eines Videos verraten oft, ob ein Video bearbeitet wurde. Wir schauen uns Bild für Bild genau an und vergrößern einzelne Ausschnitte. Indizien für einen Fake sind zum Beispiel: fehlende Bewegungsunschärfe, unnatürlicher Schattenwurf oder Schnittfehler. Beim stern gilt generell: Seriosität vor Schnelligkeit. Wir checken Fakten und Material immer gründlich gegen, bevor wir sie veröffentlichen. Dafür arbeiten wir mit dem redaktionsübergreifenden "Team Verifikation" zusammen mit RTL, NTV, RTL2, Radio NRW.
Wolf in Niedersachsen

"Kein Einzelfall" Wolf verfolgt Spaziergängerin trotz lauter Schreie – Experten bestätigen Echtheit des Videos

Sehen Sie im Video: "Hau ab!" – Wolf kommt Spaziergängerin ungewöhnlich nahe. Experten bestätigten Echtheit der Aufnahme.






Ein Wolf nähert sich einer Spaziergängerin und verfolgt sie mehrere Minuten lang. Die Frau schreit immer wieder. Der Wolf umkreist sie und ihren Hund und kommt ihr gefährlich nahe. 


Dieses Video kursiert gerade in den sozialen Netzwerken – und soll echt sein.  


Die Aufnahmen wurden am 13. April in der Nähe des niedersächsischen Wietzendorfs aufgenommen, einer kleinen Gemeinde bei Celle. Das Umweltministerium in Hannover bestätigt die Echtheit der Aufnahmen. Fachleute hätten den Film ausgewertet und stünden mit der Spaziergängerin in Kontakt. 


Ihnen zufolge handele es sich bei dem Tier um einen jungen Wolf. Das Verhalten sei für Jungtiere in dieser Jahreszeit nicht ungewöhnlich – und so eine Nahbegegnung auch kein Einzelfall. Selten gäbe es aber eine Videodokumentation wie in diesem Fall. 


Auch wenn das Schreien der Spaziergängerin befremdlich wirkt, es ist in dieser Situation das richtige Verhalten. Begegnet man einem Wolf ist es zunächst ratsam ruhig zu bleiben, ihn zu beobachten – und auf Abstand zu gehen. Auf keinen Fall sollte man weglaufen, denn das könnte dazu führen, dass das Tier die Verfolgung aufnimmt.  Verschwindet der Wolf nicht, ist es sinnvoll laut zu werden, zu schreien, zu stampfen und zu schreien. Geht das Tier weiterhin nicht auf Abstand, kann es auch sinnvoll sein mit Stöcken oder Steinen nach ihm zu werfen – oder Pfefferspray einzusetzen.  


„Wölfe sind keine Kuscheltiere! Es handelt sich um Raubtiere deren natürliches Verhalten gerade für Nicht-Experten große Verunsicherung auslösen und in solchen, für die Betroffenen äußerst unangenehmen Situationen resultieren kann.“ 
Christian Budde, Pressesprecher des niedersächsischen Umweltministeriums


Nach Angaben des NABU gibt es in Deutschland etwa 130 Rudel Wölfe. In Niedersachsen leben in etwa 25 Rudeln etwa 350 Tiere.