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Buchholz bei Hamburg: Polizei vertreibt Wolf aus Wohngebiet

Ein Wolf hat im niedersächsischen Buchholz für Aufsehen gesorgt: Die Polizei musste anrücken, um das Tier aus einem Wohngebiet zu verjagen.

Kein Aprilscherz: Vor vier Tagen streifte ein Wolf durch ein Wohngebiet in Buchholz (Archivbild)

Kein Aprilscherz: Vor vier Tagen streifte ein Wolf durch ein Wohngebiet in Buchholz (Archivbild)

Ein streunender Wolf hat in einem Wohngebiet bei Hamburg für Aufsehen gesorgt: Am Vormittag des ersten Aprils sei das Tier gegen zehn Uhr vor einem Buchholzer Hotel gesichtet worden, wie die "Hamburger Morgenpost (Mopo)" in ihrer Print-Ausgabe berichtet. Das Tier sei daraufhin seelenruhig die Straße entlang getrabt und vor einem Gartenzaun zum Stehen gekommen. Ein Rentner, der das Tier beobachtet hatte, schilderte der Mopo, es habe gewirkt "wie ein Hund, der sein Herrchen sucht".

Wölfe in Deutschland: Die Rückkehr der legendären Räuber


Die alarmierte Polizei habe die Meldung zunächst für einen Aprilscherz gehalten, sei dann aber doch ausgerückt, um nach dem Rechten zu sehen, berichtet die Zeitung. Die Beamten hätten das Tier eine Zeit lang mit dem Polizeiwagen im Schritttempo verfolgt, ehe der Unruhestifter schließlich in einem Wäldchen verschwand. Wie sich später herausstellte, hatte es sich um ein in Niedersachsen registriertes Tier gehandelt, das sein bisheriges Revier offenbar ausgeweitet hat. Der Wolf trug ein Halsband, das zu Registrierungszwecken eingesetzt wird.

Wolfsbestände wachsen von Jahr zu Jahr

Wölfe gelten als scheue Tiere, können sich aber an den Menschen gewöhnen. In den letzten Monaten häufen sich die Berichte über Sichtungen. Seitdem die Tiere im Jahr 2000 über das Grenzgebiet zu Polen in die Lausitz einwanderten, wachsen ihre Bestände kontinuierlich. Experten schätzen, dass derzeit etwa 350 Wölfe durch deutsche Wälder streifen, vor allem in den östlichen Bundesländern und Niedersachsen leben viele Tiere.

Im Regelfall sind Wölfe für den Menschen ungefährlich. Sie können allerdings größere Säugetiere reißen, wie ein erst kürzlich bekannt gewordener Fall in Nordrhein-Westfalen zeigt: In der Nähe von Bielefeld hatte ein Tier am Osterwochenende drei Zwergziegen getötet. Es wurde dabei von einer Kamera gefilmt. Der Fall sorgte deutschlandweit für Schlagzeilen.

ikr
Themen in diesem Artikel
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?