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Nach Streit mit Polizei: Auftakt beim Fusion-Festival: Gäste bemängeln Polizei-Container

Seit Donnerstag reisen erste Besucher zur Fusion 2019. Neben den rund 70.000 erwarteten Techno-Fans, ist allerdings auch die Polizei hautnah dabei. Gästen sind nun jedoch Mängel am Sicherheitskonzept der Beamten aufgefallen. 

Die mobile Wache der Polizei beim Fusion Festival 2019.

Nach monatelangen Diskussionen ist die Stimmung nach Beginn des "Fusion"-Festivals gut. Veranstalter und Polizei zeigten sich zufrieden. Den Gästen fiel jedoch ein Mängel an den Polizei-Containern auf. 

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Die monatelangen Diskussionen über die Polizeipräsenz auf dem Fusion-Festival sind beendet. Die Behörden und der Veranstalter konnten sich einigen. Bisher sind alle Parteien zufrieden. Rund 53.000 Besucher seien bereits am Mittwoch angereist, teilte Susanne von Essen vom Veranstalter Kulturkosmos am Donnerstag mit. Insgesamt werden bis Sonntag rund 70.000 Gäste auf dem Festivalareal in Lärz an der Mecklenburgischen Seenplatte erwartet. Die Polizei soll dabei für Sicherheit sorgen. Aufmerksamen Techno-Fans seien nun allerdings Mängel am Sicherheitskonzept der Beamten aufgefallen, berichtet der Nordkurier. 

In diesem Jahr wurde erstmals eine mobile Polizeiwache eingerichtet, jedoch außerhalb des Geländes. Die Frage, ob die Beamten jederzeit und anlasslos Zutritt zum Festivalgelände haben sollen, war einer der Streitpunkte zwischen Behörden und Veranstalter. Der Kompromiss sei aber "zukunftsträchtig", sagte Fusion-Vorstand Martin Eulenhaupt. Die mobile Wache besteht aus zwei schweren Containern, die sich am Eingang des Festivals befinden. Einige Besucher nahmen die Container mal unter die Lupe und stellten fest: Der TÜV ist abgelaufen. 

Die Polizei teilte dem Nordkurier mit, es sei alles in Ordnung. Der Container sei von der Polizei Niedersachsen geliehen worden und wurde Anfang des Jahres geprüft. Nur das Siegel sei nicht erneuert worden. Die Sprecherin der Polizei bestätigte der Tageszeitung, dass die Twitter-Fotos echt seien. 

Presse erstmals bei der Fusion

Auch Journalisten dürfen zum ersten Mal seit 22 Jahren auf das Gelände gelassen werden - nur mit Begleitung und in einer befristeten Zeit. Bisher habe es dafür keinen Bedarf gegeben: "Warum sollte Presse da sein, so spannend ist es hier nicht", sagte die Sicherheitsbeauftragte des Kulturkosmos-Vereins, Silke Thiemann. 

Bisher hatte die Polizei wenig Arbeit mit dem Festival. An den beiden Straßenkontrollpunkten seien bis zum Donnerstagmittag 23 Anzeigen wegen Fahrens unter Einfluss von Betäubungsmitteln und rund 30 Anzeigen wegen des Besitzes unerlaubter Substanzen erstattet worden, teilte die Polizei mit. Auf der mobilen Polizeiwache seien bis zum Donnerstagnachmittag noch gar keine Meldungen eingegangen, hieß es.

Das alternative, nicht-kommerzielle Festival verspricht "vier Tage Ferienkommunismus" mit Musik, Theater, Kino, Performance, Installationen sowie vegetarischer Kost. Es gibt keine Sponsoren und keine Werbung.

Quelle: "Nordkurier"

deb / DPA
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