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"Gemischtes Hack" "Super unproblematische Leute": Kritik an Verschwörungstheoretikern – Podcaster erhalten Morddrohungen

Gemischtes Hack
"Gemischtes Hack" ist ein wöchentlicher Podcast von Comedy-Autor Tommi Schmitt und Comedian Felix Lobrecht
© Spotify
Comedian Felix Lobrecht und Comedy-Autor Tommi Schmitt kritisieren in der neuesten Folge ihres gemeinsamen Podcasts Verschwörungstheoretiker. Daraufhin erhielten sie nun Morddrohungen.

Immer unterhaltsam, aber selten relevant. Das beschreibt den wöchentlichen Podcast "Gemischtes Hack" von Comedian Felix Lobrecht und Comedy-Autor Tommi Schmitt für diejenigen, die noch nie eine Folge gehört haben. In der Regel reden die beiden mit viel Humor und Charme über die Banalitäten des Alltags. So auch in der aktuellsten Folge, die seit Dienstagnacht um 0 Uhr bei Spotify verfügbar ist.

Eine Viertelstunde sprechen Lobrecht und Schmitt über Mittagsschlaf, Napping, Schlafparalyse, guten und schlechten Kaffee sowie über Eis. Doch dann lenkt Tommi Schmitt das Gespräch auf die Corona-Krise. Plötzlich geht es um Verschwörungstheorien. Es wird ungewöhnlich ernst. Die beiden reden fast 20 Minuten lang über Aluhutträger, Verbreiter von Verschwörungstheorien und vermeintliche Dissidenten. Das hatte nun offenbar ernsthafte Folgen, wie Schmitt auf Twitter mit viel Ironie mitteilte: "(…) Habe, Stand 9 Uhr, bislang erst 4 Morddrohungen erhalten! Super unproblematische Leute."

"Gemischtes Hack" über Verschwörungstheoretiker: "Einfach alles ignorieren"

Schmitt hatte in der Podcast-Folge einen neuen Umgang mit Anhängern von Verschwörungstheorien gefordert. "Wie gehen wir damit um, dass Menschen sich eigene Realitäten bilden und auf Wissenschaften mit 'das glaube ich nicht' antworten? Geht man auf Konfrontation – und gibt sie der Lächerlichkeit preis?"

Lobrechts Lösung lautet: ignorieren. Man dürfe Verschwörungstheoretikern keine Aufmerksamkeit schenken. Dabei spiele Reichweite in den sozialen Netzwerke eine entscheidende Rolle, meint der Comedian: "Alle Hackis [so nennen Lobrecht und Schmitt ihre Fans, Anm. d. Red.] sollen geschlossen mitmachen: gar nichts teilen. Einfach alles ignorieren, damit Verschwörungstheoretiker möglichst keine Aufmerksamkeit bekommen."

Collage: Autokino, küssendes Ehepaar

Wie sagte es stern-Gründer Henri Nannen einst: "Du musst die Kirche voll haben, wenn du predigen willst." Die Morddrohungen belegen, warum diese Menschen weder einen Versammlungsraum noch ein Auditorium finden dürfen: Sie treten das Grundgesetz mit Füßen.

Quellen: Spotify / Twitter

rpw

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