HOME

Kunstdiebstahl in Dresden: Zweifel am Sicherheitskonzept im Grünen Gewölbe – Diebe haben in der Dunkelheit vieles übersehen

Glaubt man den Museumsverantwortlichen hat das Sicherheitskonzept für das Grüne Gewölbe funktioniert. Dennoch konnten Diebe wertvolle Beute machen und entkommen. Der Schaden ist wohl nicht so hoch wie befürchtet.

Dresdens Schatzkammer: Grünes Gewölbe: So lief der spektakuläre Raubzug

Beim Kunstdiebstahl im Grünen Gewölbe in Dresden ist nach Angaben der Museumsleitung nicht so viel gestohlen worden wie zunächst befürchtet. "Zum Glück sind noch mehr Stücke da als zu erwarten war", sagte die Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Monika Ackermann, am Dienstag vor Journalisten. Die Vitrinen seien in einem fürchterlichen Zustand, ergänzte der Direktor des Grünen Gewölbes, Dirk Syndram, und sagte: "Erleichtert sehen Sie mich nicht, aber auch nicht ganz so frustriert wie gestern." Die Rückmeldung der Polizei, dass die Vitrinen leer seien, habe sich so nicht bestätigt. Ackermann: "Die Diebe haben in der Dunkelheit vieles übersehen."

Fragen wirft allerdings das Sicherheitskonzept im Residenzschloss auf. Obwohl laut dem Verwaltungs- und dem Sicherheitschef der Staatlichen Kunstsammlungen die Sicherheitsmaßnahmen gegriffen hätten, konnte es den Tätern gelingen, in die Ausstellungsräume zu gelangen und auch mit Beute wieder zu fliehen - wie die Videoaufzeichnungen zeigen, dies praktisch unter den Augen des Sicherheitspersonals. Ob die Sicherheitsvorkehrungen in den Außenanlagen ausreichend waren, wird nach Darstellung der Museumsverantwortlichen aktuell noch von der Polizei untersucht. Grundsätzlich werde alles für die Sicherheit der Staatlichen Kunstsammlungen getan. Laut Monika Ackermann werden derzeit jährlich acht Millionen Euro dafür aufgewendet. Sowohl Mittel als auch Personal würden kontinuierlich aufgestockt; die Wachleute seien erstklassig geschult.

Mit diesen Bildern fahndet die Polizei Dresden nach den Einbrechern

Grünes Gewölbe: Polizei über 110 verständigt

Verwaltungschef Dirk Burghardt verteidigte das Vorgehen des Sicherheitspersonals während des Einbruchs. Einer der beiden Wachleute habe sich dafür entschieden, die 110 zu wählen und nicht den Alarmknopf zu drücken. Dieser signalisiere nur, dass etwas nicht in Ordnung sei. Am Telefon konnte der Sicherheitsmann dagegen gleich schildern, was und wo etwas auf dem großen Gelände passiere. Dank des direkten Drahts zur Polizei habe das Gespräch gleich aufgezeichnet werden können. Innerhalb "kürzester Zeit" hat es laut Burghardt drei Alarmierungen gegeben, zudem habe einer der beiden Täter mit "brachialer Gewalt" auf die Vitrine eingeschlagen. Angesichts dieser Situation habe sich der zuständige Wachmann dafür entschieden, nicht zum Tatort zu gehen, sondern die Polizei am Diensteingang in Empfang zu nehmen und zum Tatort zu leiten.

"Das Sicherheitskonzept ist auf intensivste Weise abgestimmt", betonte Ackermann. Nach dem Einbruch ins Grüne Gewölbe müsse das Konzept aber nochmals überprüft werden. Zugleich betonte die Generaldirektorin: "Unser Hauptziel sollte es jetzt sein, die gestohlenen Werke zurückzubekommen." Fragen nach persönlichen Konsequenzen der Museumsleitung aufgrund des Einbruchs blieben unbeantwortet.

Bilder vom Diebesgut veröffentlicht: Polizei sucht Täter von Dresden – und diese kostbaren Juwelen
In Dresden gestohlene Juwelen

Aigrette für das Haar in Form einer Mondsichel

Kunstdiebstahl: Weißes Pulver auf Perlenketten

Was die Beute betrifft, "sind die kleineren Teile alle erhalten geblieben", berichtete Gewölbe-Direktor Syndram nach einer ersten Besichtigung des Tatorts. Die Einbrecher hätten offenkundig Spuren mit Feuerlöschpulver verwischen wollen. Davon seien beispielsweise die äußerst wertvollen Perlenketten der Königin betroffen, die beide glücklicherweise zurückgelassen worden seien. Es müsse nun geschaut werden, "wie sie das überstanden haben". Zur geplünderten Vitrine meinte Syndram: "Sie  ist ein Kampffeld. Wir müssen schauen, wie wir sie auch wieder zum Glanz bringen können."

Laut der Bestandsaufnahme von Syndram wurden die Ensembles, die vor allem in ihrer Gesamtheit kulturhistorisch unschätzbar wertvoll seien, auseinandergerissen. Wichtige Stücke der Brilliantgarnitur seien den Tätern in die Hände gefallen. Allerdings hätten die Diebe den prachtvollen Hofdegen zurückgelassen - er sei wohl in der Eile nicht in Reichweite gewesen. Neben den Perlenketten seien auch weitere größere Stücke aus den Juwelen-Ensembles nicht gestohlen, aber womöglich beschädigt worden. Das lasse sich, so Syndram, aber wieder "hinbiegen". Den größten Schaden richteten die Diebe wohl in der Diamantrautengarnitur an. Dabei handele es sich um das Ensemble mit dem materiell vergleichweise geringsten Wert. Wegen der historischen Schleifmethoden seien hier die Edelsteine nicht so wertvoll; zudem sei ein Umschleifen auf heutige Standards entweder nicht möglich oder kaum lohnend, so Syndram.

dho mit Material von AFP und DPA
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.