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stern-Fotoshooting mit Bryan Adams: Wenn zwei Enkel Thomas Gottschalk die Show stehlen

Kleiner Rockstar trifft auf großen TV-Dino: Für den aktuellen stern ließ sich Thomas Gottschalk in London von Bryan Adams fotografieren. Unsere Autorin durfte ihnen dabei zusehen.

Von Dagmar Seeland, London

Eigentlich stand Bryan Adams für das Shooting mit Thomas Gottschalk hinter der Kamera. Zu einem gemeinsamen Erinnerungsfoto ließ er sich dann aber doch überreden.

Eigentlich stand Bryan Adams für das Shooting mit Thomas Gottschalk hinter der Kamera. Zu einem gemeinsamen Erinnerungsfoto ließ er sich dann aber doch überreden.

Man sollte meinen, internationale Rockstars könnten mit Namen deutscher TV-Entertainern wenig anfangen. Aber Bryan Adams muss man nicht lange erklären, wer Thomas Gottschalk ist: "Klar kenne ich Thomas!" Insgesamt fünfmal sei Adams bei ihm, bei 'Wetten dass ..?' aufgetreten. "In der Show musste man einfach dabei sein, wenn man ein neues Album hatte."

In der Kings Penthouse Suite des Chelsea Harbour Hotels treffen der große Showmaster und der legendäre Rockmusiker aufeinander. Der jugendlich wirkende Riese Gottschalk drückt einem erwartungsgemäß herzlich und kräftig die Hand. Neben ihm mutet Bryan Adams zierlich an. Aber der Eindruck täuscht. Er ist es, der Gottschalk mal nicht als freundlich lächelnden Quotenkönig, als Haribo-Botschafter fotografieren soll.

Raus aus der Komfortzone

In Gottschalks Autobiografie geht es um Rockmusik und ums Älter- und Weiserwerden. Jetzt soll er sich also auch für die Fotos öffnen. Er sei zu vielem bereit, verkündet der Entertainer. Managerin und Maske gucken etwas. Gottschalk blickt auf die Klamotten, die Adams’ Stylistin mitgebracht hat. Ihm gefällt die Jacke des Labels John Varvatos – eine Mischung aus Udo Lindenberg und Jimi Hendrix. Vom Schlafanzug in rotem Satin (Dom & Mason) ist er weniger überzeugt, aber auch den streift er willig über.

Adams, drahtig und agil, arbeitet entschlossen und schnell. Fünfzehn Minuten und das erste Motiv ist im Kasten. Es sind der gegenseitige Respekt und das Vertrauen in Adams, die Gottschalk dazu bringen, vor der Kamera seine Komfortzone zu verlassen.

Zum Mittagessen geht es in Adams' italienisches Lieblingsrestaurant in Chelsea, in unmittelbarer Nähe seines Studios. Das Restaurant ist ein authentisch wirkender Familienbetrieb, angenehm mittelpreisig für Londoner Verhältnisse. Irgendwie passt es zu Adams und seiner Partnerin Alicia, die zum Mittagessen dazu kommt. Adams stellt sie als "Mutter dieser zwei reizenden jungen Damen" vor und zieht, ganz der stolze Vater, sein Smartphone hervor, um Bilder der gemeinsamen Töchter zu zeigen. Zwei bezaubernde Mädchen, zwei und vier Jahre alt.

"He's a handsome devil"

Adams ist das Understatement in Person, ein perfekter Gentleman, der zuvorkommend Türen aufhält und nicht vergisst, sich bei der Stylistin zu erkundigen, wie denn ihre Flitterwochen waren.

Nach dem Essen geht es zurück in Adams' Studio. Gottschalk schlüpft in einen Anzug von Vivienne Westwood, schwarz und kobaltblau, mit leichter Satinoptik. Quasi untragbar für den Durchschnittsmann. Gottschalk hingegen sieht darin aus wie – ein Star eben. "He's a handsome devil", sagt später einer der Assistenten etwas neidvoll, während er die Motive am Computermonitor auswählt. Gottschalk indes lacht sein Haribo-Lachen vor der weißen Infinity Wall, Adams drückt auf den Auslöser, wieder und immer wieder. Doch dann, ganz zum Schluss, taucht Adams’ Vater auf, der gerade aus Kanada zu Besuch ist, an jeder Hand eine kleine blonde Enkeltochter. Damit kann selbst Gottschalk nicht konkurrieren. Begleitet von einem Chor mehrerer "Ach wie süß!"-Rufe richtet Adams seine Kamera auf das Trio. Das stern-Shooting ist beendet.

Das Interview mit Thomas Gottschalk ...

… lesen Sie im neuen stern, der seit Mittwochabend als E-mag und seit Donnerstag am Kiosk erhältlich ist.