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Doodle zum Geburtstag von Édith Piaf: Der kleine Spatz des Chanson

"Zwei Tage und zwei Nächte mit der Piaf sind anstrengender als eine Etappe der Tour de France", sagte einer ihr Liebhaber. Am 19. Dezember 1915 wurde die französische Chansonsängerin Édith Piaf geboren. Ihren 95. Geburtstag feiert die Suchmaschine Google heute mit einem Doodle auf der Startseite.

Sie ist bis heute die Königin des Chansons: Édith Piaf. Mit Liedern wie "Mylord" oder "Non, je ne regrette rien" wurde sie weltbekannt. Ihr turbulentes Leben lieferte immer wieder Anlass für Skandale. Die Tochter einer Prostituierten und eines Akrobaten verließ ihren Vater schon mit 15 Jahren und schlug sich als Straßensängerin durch, bis sie von Loius Leplée, dem Revuekönig von Paris, entdeckt wurde. Er gab ihr aufgrund ihrer kleinen Körpergröße von gerade einmal 1,47 Meter den Spitznamen "La Môme Piaf" (kleiner Spatz). So wurde sie zum Spatzen von Paris.

Ihre Karriere als Sängerin setzte sie nach dieser ersten Entdeckung erfolgreich fort: Zusammen mit der Konzertpianistin Marguerite Monnot entstanden Lieder, die in ganz Europa erfolgreich waren. Mit dem Hit "La vie en rose" schaffte sie den großen internationalen Durchbruch. Derweil wurde einer ihrer größten Hits, "Non, je ne regrette rien" (Nein, ich bereue nichts), zu ihrem Lebensmotto. Édith Piaf verliebte sich häufig, so zum Beispiel in den sechs Jahre jüngeren Chansonnier Yves Montand, dessen Karriere sie förderte oder in den populären Radrennfahrer Louis Gérardin. Nach Beendigung der Affäre, die zwei Jahre dauerte, beklagte sich Gérardin öffentlich: "Zwei Tage und zwei Nächte mit der Piaf sind anstrengender als eine Etappe der Tour de France." Ihre große Liebe aber war der Boxer Marcel Cerdan, der bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam. Nach diesem Unfall kämpfte die Sängerin mit einer Medikamentenabhängigkeit und unterzog sich mehreren Entziehungskuren.

Während eines Auftritts in Stockholm Ende der 50er Jahre brach die Sängerin auf der Bühne zusammen. Es wurde eine unheilbare Krebserkrankung diagnostiziert. Édith Piaf starb am 10. Oktober 1963 in Plascassier, ihr damaliger Ehemann Théo Sarapo brachte ihre Leiche nach Paris und sorgte so dafür, dass sie offiziell am 11. Oktober für tot erklärt wurde. In ihrer Stadt Paris.

vim
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