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ESC-Vorausscheid: LaBrassBanda glauben nicht an Verschwörungstheorie

Der zweite Platz war für die Blasmusikkapelle LaBrassBanda zugleich überraschend und enttäuschend. Die Entscheidung der Jury sehen die Bayern aber mittlerweile gelassen.

Beim deutschen Vorentscheid zum Eurovision Songcontest scheiterte die bayerische Band LaBrassBanda an der Entscheidung der Jury. Von den Musikprofis erhielten die Reggae-Blasmusiker nur einen einzigen Punkt. Nach den Publikumsvotings lagen sie vorn.

"Ich denke generell schon, dass die Musikindustrie im Hintergrund die Strippen zieht", sagte Trompeter und Sänger Stefan Dettl "Focus Online", "aber in diesem speziellen Fall glaube ich nicht an eine Labelverschwörung." Als Band sähe sich LaBrassBanda nicht betrogen, aus Sicht der Fans sei die Entscheidung jedoch falsch. "Alle bis auf die Jury haben mit uns gefeiert", sagte Dettl. "Ich glaube, das ist eine sehr schwierige Position. Ich hätte auch nicht in der Jury sitzen wollen."

Trotz der Enttäuschung über die knappe Niederlage sieht Dettl den zweiten Platz als Erfolg: "Wir sind einfach total überrascht, dass wir beim Radio-Voting gewonnen haben. Dass wirklich so viele Leute in Deutschland abgestimmt und uns auf Platz zwei gewählt haben. Das ist der Wahnsinn."

Gewonnen hatte die Bonner Dance-Combo Cascada mit ihrem Song "Glorious". Am 18. Mai wird die Gruppe um Sängerin Natalie Horler in Malmö für Deutschland antreten.

ono/Bang