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Eurovision Song Contest Conchita Wurst stürmt die iTunes-Charts in Russland


Der Erfolg beim ESC in Kopenhagen hatte ganz offensichtlich auch musikalische Gründe. Conchita Wurst hat in vielen Ländern die iTunes-Charts erobert. Sogar in Russland.

Dass Conchita Wurst am Samstagabend Europa im Sturm erobert hat, hängt zum Großteil mit ihrer schillernden Persönlichkeit, ihrer Ausstrahlung und der universellen Botschaft der Toleranz zusammen, die den Auftritt begleiteten. Der Triumph hat aber ganz sicher auch musikalische Gründe. Die Sängerin verfügt über eine hervorragende Stimme, und das Siegerlied "Rise like a Phoenix" war eine der großen Balladen des Abends. So erstaunt es wenig, dass der Song inzwischen in zahlreichen Ländern die Download-Charts gestürmt hat.

In Deutschland hat er die Top 5 der iTunes-Charts erreicht, bei den Amazon Download-Charts steht "Rise like a Phoenix" sogar schon auf Rang 2. Auch in Großbritannien trifft die Pianoballade den Nerv der Musikhörer. Bei Amazon UK steht er derzeit auf Platz 6.

Dass Conchita Wurst in westlichen Staaten gut ankommt, mag wenig verwundern. Weitaus erstaunlicher ist da der der Erfolg im homophoben Russland. Zeitweise führte der ESC-Siegertitel die dortigen iTunes-Charts an, derzeit rangiert er auf Platz 2. Eine klare Ansage an die politische Klasse des Landes, die sich in den letzten 48 Stunden mit einigen abfälligen Kommentaren in Richtung der österreichischen Gewinnerin hervorgetan haben: Das Ergebnis zeige "Anhängern einer europäischen Integration, was sie dabei erwartet - ein Mädchen mit Bart", schrieb Vizeregierungschef Dmitri Rogosin am Sonntag auf Twitter. Doch wie sich zeigt, scheinen viele Russen ihrer politischen Führung nicht zu folgen. Schon am Samstagabend hatten zahlreiche Russen für Conchita Wurst angerufen - beim Telefonvoting landete der Song sogar auf Platz drei.

che

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