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Grand-Prix-Vorentscheid: "Warmer Abriss" für Deutschland

Es sollte der große Aufbruch nach dem letztjährigen Grand-Prix-Debakel werden. Doch das neue Konzept der ARD zündete nicht - die Show war streckenweise peinlich. Immerhin gewann das beste Lied.

Von Carsten Heidböhmer

"Das kommt mir so vor, als ob St. Pauli die Champions League gewonnen hätte": HSV-Fan Olli Dittrich fand einen passenden Vergleich, nachdem er mit seiner Country-Combo Texas Lightning überraschend die Grand-Prix-Vorausscheidung gewonnen hatte. Allerdings mussten sich Dittrich und Co. nur gegen zwei Konkurrenten durchsetzen. Als Reaktion auf das peinliche Abschneiden des deutschen Beitrags im vergangenen Jahr - Gracia war auf dem blamablen letzten Platz gelandet - hatte der NDR sein Konzept komplett umgekrempelt. Statt Masse sollte nun Klasse walten. Wieso ausgerechnet Vicky Leandros und Thomas Anders dafür bürgen sollen, weiß wohl nur der NDR.

Das einzig Erfreuliche an diesem Abend war der Ausgang: Mit "No No Never" gewann das beste Lied, das zudem keine schlechten Chancen besitzt, in Athen eine gute Platzierung zu landen. Der Song hat Drive, kommt mit einem soliden Country-Sound daher - und geht sofort ins Ohr. Dazu verfügt Sängerin und Komponistin Jane Comerford über eine beeindruckende Stimme, die gerade live besonders zur Geltung kommt.

Routinierter Auftritt von Thomas Anders

Thomas Anders ist immerhin zu attestieren, dass er einen professionellen Auftritt hingelegt hat mit einer soliden Ballade, die Deutschland international sicherlich keine Schande bereitet hätte. Zudem ließ sich der Ex-Modern-Talking-Sänger von technischen Pannen nicht aus dem Konzept bringen und überspielte routiniert den zweifachen Ausfall des Playback.

Das einzig Positive an Vicky Leandros' Auftritt war ihr hübsches rotes Kleid. Ihr selbst komponierter Song war hingegen altbacken, und gesanglich offenbarte die Deutsch-Griechin massive Probleme. Töne zu treffen und vor allem zu halten, war an dem Abend nicht ihre Stärke - das beherrscht jeder Finalist bei "Deutschland sucht den Superstar" deutlich besser. So scheiterte der Traum von Leandros, ihre Wahlheimat Deutschland in ihrer Geburtsstadt Athen zu vertreten, zuallererst am eigenen Unvermögen.

Drei Songs, 90 Minuten Show

Da sich mit drei kurzen Songs keine 90-minütige Show ausfüllen lässt, boten die Macher des NDR jede Menge Lückenbüßer auf, um die Sendezeit zu strecken. Moderator Thomas Hermanns bekam vier "Experten" zur Seite gestellt, die das Geschehen erhellen sollten - und doch weitgehend Platitüden von sich gaben. Mit Lucy von den No Angels, Joy Fleming, Dirk Bach und Georg Uecker hatte sich ein Quartett zusammengefunden, das in dem Bemühen, lustig und locker zu wirken, schon fast rührend war. Doch Aktionen wie Dirk Bachs Auftritt im - Achtung: Humor! - Frauenkleid sind in etwa so lustig wie eine Tortenschlacht mit Hella von Sinnen.

Ansonsten servierte der NDR zahllose Potpourris, schließlich wurden an dem Abend auch 50 Jahre Grand Prix zelebriert. So musste der Zuschauer zunächst ein Medley sechs deutscher Grand-Prix-Kandidatinnen über sich ergehen lassen und wähnte sich schon in einer Knödel-Parade. Dann gab es Zusammenschnitte der besten Texte, Outfits, Gewinnersongs. Wenn die Gegenwart so düster ist wie an diesem Hamburger Abend, ist der Griff in die Klamottenkiste manchmal die letzte Rettung.

Hape Kerkeling beeindruckt

So kam die beste Performance des Abends ausgerechnet von einem Komiker, der gar nicht am Wettbewerb teilnahm: Hape Kerpeling hatte einen Gastauftritt und sang Toto Cutugnos Grand-Prix-Hit "Insieme" - stimmlich täuschend echt. Eine wahre Wohltat zwischen den Peinlichkeiten dieses Abends.

Der zweite Gewinner des Abends gehörte neben Texas Lightning der NDR: Nach dem Quotendebakel aus dem vergangenen Jahr - den Vorentscheid sahen damals 3,56 Millionen Menschen - war die Grand-Prix-Gala diesmal mit 5,28 Millionen Zuschauern die erfolgreichste Sendung im Abendprogramm. Mit einem Marktanteil von 16 Prozent übertraf Jan Schulte-Kellinghaus, Leiter der NDR-Unterhaltungsredaktion, sogar sein selbst gestecktes Quotenziel von 15 Prozent.

Zumindest für den Sender war der Abend also genau das Gegenteil dessen, was der Name der Siegerband im Deutschen bedeutet: Texas Lightning heißt soviel wie "Warmer Abriss".

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(