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Lordi: 70.000 Finnen empfangen Schockrocker

Hallelujah: Einen fulminanten Empfang bereitete Finnland heute den Gewinnern des Eurovision Song Contest. Und ganz nebenbei schrieben die Rocker von Lordi beim Volksfest in Helsinki auch noch Rekordgeschichte.

Knapp eine Woche nach dem Sieg von Monsterrocker Lordi beim Eurovision Song Contest haben 70.000 Finnen dem Überraschungssieger mit Teufelsmaske einen begeisterten "Heldenempfang" in Helsinki bereitet. Nach Angaben der Veranstalter stellte die Menschenmenge beim Singen und Grölen des Lordi-Siegertitels "Hard Rock Hallelujah" auch den angestrebten Weltrekord im Massen-Karaoke für das Guiness-Buch der Rekorde auf. Die bisherige "Bestleistung" hatte bei 50.000 Sängerinnen und Sängern gelegen.

Lordi selbst hatte für das Volkfest in der Heimat den eigentlich geplanten Polterabend vor seiner Hochzeit verschoben. Mehr als 200.000 der 4,5 Millionen Bürger im Land der tausend Seen unterzeichneten bis Freitag im Internet einen Boykottaufruf gegen das Wochenblatt "7päivää", weil es ein sieben Jahre altes Bild des 32-jährigen Sängers mit dem bürgerlichen Namen Tomi Putansuu gegen dessen Willen veröffentlicht hatte, das ihn ohne die typische Teufelsmaske aus Latex zeigt.

"Die Masken, das sind wir"

"Die Masken, das sind wir. Die Personen dahinter interessieren nicht", hatte der Sänger vor und nach dem Sensationssieg in Athen immer wieder zur Begründung gesagt, warum weder er noch sein Zombie- Gitarrist Amen, die Walküre Enary an den Keyboards, die trommelnde Mumie Kita oder Horror-Bassist Kalma sich je ohne Maske öffentlich zeigen wollen. Allerdings haben auch ausländische Zeitungen schon Bilder von den unverhüllten Gesichtern gedruckt.

DPA / DPA
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