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Friedensbewegung: Konstantin Wecker zu Irak-Besuch gestartet

Eine elfköpfige Friedens-Delegation um den Liedermacher Konstantin Wecker ist am Sonntagmittag zu einer zehntägigen Reise in den Irak aufgebrochen

Eine elfköpfige Friedens-Delegation um den Liedermacher Konstantin Wecker ist am Sonntagmittag zu einer zehntägigen Reise in den Irak aufgebrochen. «Wir möchten den Menschen in Deutschland berichten, was wir dort gesehen haben und für den Frieden werben», sagte Wecker vor seinem Abflug am Frankfurter Flughafen. Außerdem solle der irakischen Bevölkerung gezeigt werden, dass es «auch westliche Menschen gibt, die keine Waffeninspekteure sind und misstrauisch die Iraker beäugen». Die USA drohen dem arabischen Land mit Krieg.

Die Reise sei «kein Solidaritätsbesuch für Saddam Hussein», betonte Heike Hänsel von der Tübinger Gesellschaft «Kultur des Friedens», die die Reise organisiert hat. Sie hätten schon die Möglichkeit, klare Aussagen gegen das Regime zu machen. In die Innenpolitik des Landes wolle man sich aber nicht einmischen.

Treffen mit irakischen Musikern geplant

So stünden auf dem Besuchsprogramm keine Treffen mit Politikern - abgesehen von einem Gespräch mit dem irakischen Gesundheitsminister über die Auswirkungen des Wirtschaftsembargos. Treffen mit Oppositionsgruppen seien nicht vorgesehen. Geplant seien Treffen mit irakischen Musikern und Besuche in Kliniken und Kultureinrichtungen.

Im Gepäck hat die aus Ärzten, Journalisten und Künstlern bestehende Gruppe unter anderem Gitarren und einen Koffer Spielzeug, das Wecker seinen «Söhnen abgeknöpft» hat. Nach einem eineinhalbtägigen Aufenthalt in Amman (Jordanien) fliegt die Delegation am Dienstag weiter nach Bagdad. Ihre Rückkehr nach Deutschland ist für den 15. Januar geplant.