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Rolling-Stones-Legende: Keith Richards: "Heroin aufgeben ist leichter als mit dem Rauchen aufzuhören"

Der 75-jährige Rolling Stone bemüht sich um einen gesünderen Lebensstil. Während er die harten Drogen und Hochprozentiges erfolgreich aufgeben konnte, hadert er allerdings noch immer mit dem Rauchen.

Rolling Stones-Gitarrist Keith Richars mit seiner Frau Patti

Rolling Stones-Gitarrist Keith Richars mit seiner Frau Patti

Picture Alliance

Dass es Keith Richard, 75, heute so gut geht wie es der Fall zu sein scheint, ist ein kleines Wunder. Der legendäre Gitarrist der Rockband The Rolling Stones war viele Jahre lang ein Fan harter Drogen. Ihm wird das Zitat zugeschrieben: "Ich habe kein Problem mit Drogen. Nur ohne." In den 70er Jahren war er akut heroinabhängig – schaffte es aber, diese lebensgefährliche Sucht zu besiegen. Eine andere Sucht aber bekommt er einfach nicht in den Griff: das Rauchen.

"Zigaretten sind einfach immer da", erklärt der Rocker dem britischen Musikmagazin "NME". "Ich habe einfach immer geraucht. Ich nehme mir eine und zünde sie an, ohne darüber nachzudenken." Mit dem Rauchen aufzuhören findet er sogar schwieriger, als einen Heroinentzug durchzustehen. "Lou Reed behauptete mal, Nikotin sei schwieriger aufzugeben als Heroin. Das ist wahr", sagt der 75-Jährige. Er weiß aus Erfahrung: "Mit Heroin aufzuhören ist die Hölle, aber es ist eine kurze Hölle." Mit Zigaretten aber hadere er noch immer.

Ganz aufgeben konnte er Zigaretten noch nicht

"Ich habe geschafft, täglich zumindest deutlich weniger zu rauchen, und ich arbeite weiter daran. Ich habe kapiert, dass ich es nicht brauche. Ich habe kapiert, dass es eine sinnlose Sucht ist. Aber hey, wenn du 75 bist, haben sich solche Angewohnheiten ziemlich tief bei einem eingegraben."

Der Musiker, der mit seinem trockenen Humor und eigenwilligem Kleidungsstil Vorbild für Johnny Depps Figur des Captain Jack Sparrow in "Fluch der Karibik" war, versucht generell, gesünder zu leben. Also, für seine Verhältnisse. Nach einem partylastigen Januar will er nun beispielsweise versuchen, weniger Alkohol zu trinken. Den harten Stoff lässt er weg, sagt: "Ich trinke einen kleinen Wein zum Essen und mal ein Guinness oder ein Bier. Oder zwei. Ansonsten ist es wie mit dem Heroin – das Experiment ist vorbei."

Der Verzicht macht Keith Richards entspannter

Für diesen Schritt hat Bandkollege Ron Wood, der ebenfalls mit dem Alkohol zu kämpfen hatte, nur lobende Worte: "Es ist gerade wirklich angenehm, mit ihm zu arbeiten. Er ist viel entspannter", so der 71-Jährige. "Er ist viel offener für Ideen, früher biss ich eher die Zähne zusammen und dachte: Wenn ich dies oder jenes sage, bekomme ich eine fiese Bemerkung zu hören. Jetzt sagt er einfach: Das ist cool, Mann!"

Quelle: "NME"

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wt