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Goldberg-Variationen Der Gipfel der Klavierkunst: Pianist Lang Lang spielt Bach

Lang Lang
Lang Lang in der Thomaskirche in Leipzig
© Stefan Hoederath
Es gilt als eines der gehaltvollsten Werke der Klaviermusik. Der chinesische Pianist Lang Lang hat die Goldberg-Variationen von Johann Sebastian Bach eingespielt und live in Leipzig aufgeführt. Wir präsentieren exklusiv Auszüge.

Der Name "Goldberg-Variationen" etablierte sich erst im 19. Jahrhundert, also rund 200 Jahre nach seiner Entstehung 1741. Johann Sebastian Bach soll sie für den russischen Gesandten am Dresdner Hof, den Grafen Hermann Carl von Keyserlingk, komponiert haben. In dessen Dienst stand der Cembalist Johann Gottlieb Goldberg, der ihm mit der Musik die schlaflosen Nächte verkürzen sollte - daher der Name.

Auch wenn der Wahrheitsgehalt dieser Geschichte heute stark angezweifelt wird, bleibt unbestritten, dass dieses ausgedehnte Klavierwerk - das Grundthema, die Aria, rahmt 30 bisweilen hochkomplexe und virtuose Variationen ein - zu den Höhepunkten der Variationskunst gehört. Zahllose Pianisten haben sich an Bachs Werk abgearbeitet. 

Lang Lang spielt die Goldberg-Variationen im Studio und live

In diesem Jahr hat auch der chinesische Pianist Lang Lang eine Studio-Einspielung vorgelegt. Dazu hat er das Werk auch live interpretiert. Und das an einem besonderen Ort: der Thomaskirche in Leipzig. Der alten Wirkungsstätte von Johann Sebastian Bach, der dort auch begraben liegt.

Aus Lang Langs Live-Darbietung präsentieren wir exklusiv vorab die Aria und die erste Variation. Das komplette Konzert in voller Länge gibt es ab dem 19. November auf "DG Stage" zu sehen, der digitalen Konzertplattform des Klassik-Labels Deutsche Grammophon.

Gute Kritiken

Für seine Einspielung des Werkes bekam der Pianist überwiegend positive Kritiken. "Er hat eindrücklich gezeigt, dass er Bach und den 'Goldberg-Variationen' gewachsen ist", urteilt etwa der "Deutschlandfunk Kultur". Und selbst Helmut Mauró, der kürzlich in der "Süddeutschen Zeitung" eine erbarmungslose Abrechnung mit dem Pianisten Igor Levit verfasst hat, zeigt sich begeistert: "Herausgekommen ist ein erstaunliches, vielschichtig hybrides musikalisches Statement, das es so noch nicht gegeben hat."

Wer sich selbst ein Urteil bilden will, kann hier schon einmal reinhören - und ab dem 19.11. dann das komplette Werk auf "DG Stage" hören.

che

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