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Zum Tod von Lemmy Kilmister: So bewegend nimmt Ozzy Osbourne Abschied

Sie waren seit Jahrzehnten miteinander befreundet. Umso schwerer traf Ozzy Osbourne der Verlust seines Freundes Lemmy Kilmister. Im "Rolling Stone" nahm er mit berührenden Worten Abschied.

Ozzy Osbourne

Ozzy Osbourne hat in einem bewegenden Artikel Abschied genommen von seinem Freund Lemmy Kilmister.

Der plötzliche Tod von Motörhead-Sänger Lemmy Kilmister hat die Musikwelt in tiefe Trauer versetzt. Zahlreiche Musiker bekundeten öffentlich ihr Beileid. Ganz besonders getroffen hat die Nachricht Ozzy Osbourne, eine andere Musiklegende aus den 70er Jahren. Die beiden waren seit Jahrzehnten befreundet. "Ich habe heute einen meiner besten Freunde, Lemmy, verloren. Er wird vermisst. Er war ein Krieger und eine Legende", schrieb er auf Twitter. Gleichzeitig kündigte der Black-Sabbath-Sänger ein Wiedersehen an: "Ich werde dich auf der anderen Seite sehen", schrieb er in dem sozialen Netzwerk.

Im "Rolling Stone" erzählt Osbourne, die beiden Musiker hätten immer wieder gewitzelt, wer von beiden früher gehen müsse. Nachdem es zeitweise so aussah, als würde Osbourne diese Wette verlieren, ist ihm nun Kilmister zuvorgekommen.

Ozzy telefonierte mit Lemmy zwei Tage vor Tod

Zwei Tage vor seinem Tod hätten die beiden noch miteinander telefoniert, schreibt Osbourne. Umso tiefer hat ihn die Nachricht vom plötzlichen Ableben getroffen. Sein bewegender Nachruf endet mit den Worten: "God bless you, Lemmy. I'm so honored to have you a part of my life."

Auch die Foo Fighters gedachten des verstorbenen Rockers: "Wir haben einen Freund und eine Legende verloren. Mein Herz ist gebrochen. RIP Lemmy. Geboren, um zu verlieren. Gelebt, um zu gewinnen."

Mikkey Dee verkündet das Aus von Motörhead

Das Ableben des charismatischen Frontmanns hat auch Auswirkungen auf die Zukunft von Motörhead. In einem Interview mit der schwedischen Tageszeitung "Expressen" verkündete Drummer Mikkey Dee, seit 1992 mit dabei, das Ende der Band. "Wir werden keine Touren oder ähnliches mehr machen. Und es wird keine weiteren Platten geben. Aber die Marke bleibt bestehen, und Lemmy wird in den Herzen aller weiterleben", sagte er "Expressen".  Damit war das Konzert am 11. Dezember in Berlin der allerletzte Auftritt der Band.

Die französische Tageszeitung "Libération" würdigte Kilmister als eine der letzten Rocklegenden: "In der Musik ist es üblich, Legenden zu fabrizieren. Im Fall von Lemmy Kilmister beruht die Legende darauf, was er schon immer in seiner tiefsten Seele war, und was sein Leben ausgemacht hat: Eine absolute Freiheit, inklusive sein absolut ungesundes Leben, seine etwas grenzwertigen Verrücktheiten, eine totale Verbindung zu seinen musikalischen Wurzeln und die grenzenlose Liebe seines Publikums. Diesbezüglich war er eine der letzten Rocklegenden."

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