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Wiener Band Rammelhof: "Put-Put-Putin"-Persiflage ist der Webhit in der Ukraine

Rotzfrech und provokant: Mit dem Song "Wladimir (Put Put Put)", eine Persiflage auf Russlands Präsidenten Putin, verzückt die österreichische Band "Rammelhof" das Netz - vor allem in der Ukraine.

Unverhofft kommt oft: Dass ihr Song "Wladimir (Put Put Putin)" plötzlich so durch die Decke geht, hätten sich die Musiker der österreichischen Band "Rammelhof" aus Wien im Vorfeld sicher nicht erträumen lassen. Bringen es ihre bisher auf Youtube hochgeladenen Videos auf maximal 2500 Klicks, kommt das bereits kurz vor Weihnachten eingestellte Stück über Russlands Präsidenten inzwischen auf mehr als 380.000 Visits. Tendenz: rasant steigend.

Möglich wurde dies vor allem, weil jemand aus der Ukraine das Video entdeckte und teilte. Seitdem verbreitet sich das Stück in der Ukraine und Russland mit beeindruckender Geschwindigkeit. Dass die Band - den Einstieg einmal ausgenommen - auf Deutsch und mit österreichischem Dialekt singt, scheint die Ukrainer nicht zu stören. So heißt es an einer Stelle des Liedes:

"Die Nachbarn an der kurzen Leine, außer diese U-U-kraine, Deswegn foahrt da Wladimir a bissi mit den Panzern eine, Und des mit der Krim passt ihm a net in den Kram, Oiso holt er sich die Krim, kurzerhand heim."

Nicht nur Putin in der Kritik

Dabei geht es "Rammelhof" gar nicht darum, allein Putin und sein Vorgehen zu kritisieren. Vielmehr will man der Sorge Ausdruck verleihen, dass in der Bevölkerung ein scheinbar immer stärkeres Bedürfnis nach starken Führungspersönlichkeiten bestehe, wie es im Kommentar unter dem Stück heißt: "Dies macht uns Angst und ist das, wogegen wir uns erheben! Wir sehen die Demokratie in Gefahr!" Entsprechend kommen auch Angela Merkel und Barack Obama im Songtext vor:

"Die Deutschn haum de Mutti und de Russn den Putin, Und die A-merikana den Barack Obama, Denen kommen gleich die Tränen vor lauter Rührung. Weil die meisten Leute – wollen a starke Führung!"

Gewollte Provokation

Dass der Song provoziert, ist genau so gewollt. Ihre "rotzfrechen Texte" in Kombination mit Klängen der härteren Rocksorte sollen schließlich "selbst den letzten realitätsverweigernden, systemangepassten Dummbeutel wach(rütteln)", heißt es auf der Band-Homepage. Im Video selbst zeigen sich die Musiker Wodka trinkend, mit Pelzmütze und Pickelhaube und immer wieder mit ganz vielen Hühnern im Hühnerstall - passend zum Refrain des Stücks:

"Wladimir, put put put put put put - Putin! Wladimir, put put put put put put – Put Put!"

mod