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Red Hot Chili Peppers Ab in die Hall of Fame


Große Ehre: Die Red Hot Chili Peppers werden ab dem nächsten Jahr in der Rock and Roll Hall of Fame in Cleveland zu bewundern sein. Zusammen mit zwei anderen bekannten Bands.

Die Red Hot Chili Peppers werden ab nächstem Jahr Teil der weltberühmten Rock and Roll Hall of Fame sein. Neben anderen Bands wie Guns N' Roses und den Beastie Boys wird die Rockgruppe am 14. April 2012 in einer feierlichen Zeremonie in das Musik-Museum in Cleveland, Ohio, eingeführt. Frontmann Anthony Kiedis, der sich momentan mit seiner Band auf Europa-Tournee befindet, kamen bei der Neuigkeit die Tränen, wie er verrät.

"Ich habe meinen Vater angerufen und geweint", sagt er dem "Rolling Stone"-Magazin. Emotional sei dieser Moment auch hinsichtlich seines ehemaligen Bandkollegen Hillel Slovak gewesen, der bis 1988 als Gitarrist der Red Hot Chili Peppers tätig war, bevor er an einer Heroin-Überdosis starb. "Ich freue mich am meisten über seine Einführung [in die Hall of Fame]. Er war ein wunderbarer Mensch, der in den 1970ern die Gitarre zur Hand genommen, aber die 1980er nicht durchgestanden hat. Und für seine Schönheit wird er nun geehrt."

Die Red Hot Chili Peppers, die ein Jahr nach der Ehrung schon 30 werden, sind in den Augen der Museuma-Jury "eine der auffälligsten, erfolgreichsten und musikalisch einflussreichsten Rockbands der vergangenen 25 Jahre".

Frieden bei Axl Rose und Slash?

"Guns N' Roses mögen als nur eine weitere langhaarige Band in der Szene von Los Angeles angefangen haben", hieß es von der Jury. "Aber als sie 1987 ihr Debütalbum herausbrachten, erwiesen sie sich sofort als eine der dynamischsten und explosivsten Hardrockbands der Musikgeschichte."

Ob die beiden zerstrittenen Guns N' Roses-Mitglieder Axl Rose und Slash sich für die Zeremonie zusammenraufen werden, ist derweil noch nicht bekannt. Ersterer gab sich vor kurzem in einem Interview mit "VH1 Classic" eher zurückhaltend und antwortete auf die Frage nach einer Versöhnung: "Das ist noch nicht geklärt."

Steven Adler, ehemaliger Schlagzeuger der Band, hofft, dass sich die ursprünglichen Mitglieder zu dieser Ehrung wieder zusammenfinden werden. "Man denkt, dass die Zeit alle Wunden heilt, aber manche Leute sind verdammt nachtragend", so der Musiker gegenüber "Rolling Stone". "Können wir nicht einfach verdammt noch mal Menschen sein, die Musik machen, ein großes Ziel in ihrem Leben erreichen und einfach ein paar Lieder spielen? Das ist doch nur Rock'n'Roll und keine Quantenphysik!"

In die Fußstapfen von Elvis und Alice Cooper

Die Geehrten sollen am 14. April 2012, als Höhepunkt einer zehntägigen Zeremonie, ganz feierlich in die Walhalla der Rockmusik aufgenommen werden. Jedes Jahr werden von einer Jury Dutzende Musiker und Bands vorgeschlagen, über die dann etwa 500 Experten aus der ganzen Welt abstimmen. Übrig bleiben etwa zehn Interpreten, die mit ihrem Namen in dem Museum verewigt werden.

Zu den ersten gehörten 1986 Elvis Presley, James Brown, Buddy Holly und Chuck Berry, bei den bislang letzten waren in diesem Jahr Alice Cooper und Neil Diamond dabei. Eric Clapton ist als einziger gleich dreimal in der Ruhmeshalle: Als Solist (2000) und vorher bereits mit seinen Bands The Yardbirds (1992) und Cream (1993). Die Musiker sind zwar die bekannteren Gesichter. In die Hall of Fame können aber auch Produzenten und Tontechniker aufgenommen werden.

vim/Bang/DPA DPA

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