Ohne jede Vorankündigung hat Taylor Swift am Dienstag das Musikvideo zu ihrer Single „Elizabeth Taylor“ veröffentlicht. Mit dem Track von ihrem aktuellen Album „The Life of a Showgirl“ würdigt die Sängerin die verstorbene Film-Legende. Elizabeth Taylor war eine der berühmtesten Schauspielerinnen des 20. Jahrhunderts, gewann zweimal den Oscar und galt auch wegen ihres glamourösen Privatlebens als Ikone Hollywoods. Dem zahlt Taylor Swift nicht nur mit dem Song, sondern auch mit dem Musikvideo Tribut.
Taylor Swift tritt im Video nicht auf
Die 36-Jährige selbst tritt in dem Video nämlich nicht auf. Stattdessen zeigt der Clip Ausschnitte aus Filmen mit Elizabeth Taylor in der Hauptrolle, darunter „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“ (1966), „Die Katze auf dem heißen Blechdach“ (1958) und „Cleopatra“ (1963). Die Filmszenen werden ergänzt von Archivmaterial, in dem Fragmente aus dem Privatleben der Schauspielerin zu sehen sind. Insgesamt wirkt der Zusammenschnitt eher wie eine kurze Dokumentation als ein Musikvideo. Die Botschaft, die Taylor Swift damit senden wollte, ist klar: Sie nimmt sich zurück, die – musikalische und filmische – Bühne gehört Elizabeth Taylor.
Doch genau das scheint einigen Fans nicht zu gefallen. Auf „X“ fragt eine Anhängerin, ob sie als Einzige enttäuscht sei von dem Video. „Wenn wir Clips von Elizabeth Taylor wollten, hätten wir selbst danach suchen können. Das ist so faul“, schreibt sie. Weitere „Swifties“ stimmen ihr zu. „So enttäuschend für so einen großartigen Song“, heißt es etwa. Oder: „Ich hatte mir so viel mehr erhofft.“ Manch ein Anhänger hatte das Video sogar als Aprilscherz abgetan. Bei anderen Fans hingegen findet das Video Anklang. „Eine wunderschöne Montage“, schreibt eine Frau auf „X“ und fügt hinzu: „Eine geniale Art, ihre Person und ihr Werk zu würdigen.“
„Reine Hingabe an Elizabeths Vermächtnis“
„In dem Song geht es um Elizabeth Taylor, nicht um Taylor Swift, deshalb macht es so absolut Sinn“, meint eine weitere Frau. Ein anderer Fan betitelt das Werk sogar als „das beste Musikvideo aller Zeiten von Taylor Swift.“ Das wahrscheinlich größte Lob jedoch kommt von Elizabeth Taylors Nachlassverwaltung. Ein Sprecher teilte dem Portal „TMZ“ mit, dass man von Swifts „außergewöhnlicher“ Hommage „begeistert“ und „zutiefst bewegt“ sei. „Was dieses Werk so bemerkenswert macht, ist seine reine Hingabe an Elizabeths Vermächtnis“, erklärte der Sprecher. Und weiter: „Wir freuen uns sehr über diese Würdigung und die Sorgfalt, mit der Taylor Swift das hervorgehoben hat, was so viele schon lange wissen: Elizabeth Taylor war eine wahre Ikone.“
Die Schauspielerin habe ihr öffentliches Leben mit Anmut gemeistert und gleichzeitig ihr Privatleben mit Freunden und Familien vehement geschützt. Genau in diesem Punkt sieht ihr Sohn, Christopher Wilding, Ähnlichkeiten zu Taylor Swift. Er bezeichnete die Sängerin und seine Mutter als „verwandte Seelen“ und betonte in Interviews mehrfach, dass es einige Parallelen in Karriere, Persönlichkeit und öffentlichem Leben zwischen den beiden gebe. Dieser Vergleich sei ein riesiges Kompliment für Taylor Swift gewesen, berichtet sie in einem Interview mit dem Internetradio-Streamingdienst Pandora. Daraufhin habe sie sich mit ihrem Verlobten Travis Kelce lange über Elizabeth Taylor unterhalten. Dabei sie ihr bereits die Melodie für den Song eingefallen.