Montecito ist ein hübsches Fleckchen Erde. Der Ort in Kalifornien liegt am Pazifik und wird von den Santa Ynez Mountains umgeben. Prächtige Villen stehen dort, mit Gärten in Stadtparkgröße. Denn in Montecito leben Menschen wie Oprah Winfrey, die mit ihrer TV-Talkshow „Oprah“ so reich geworden ist, dass sie ihr Anwesen in der East Valley Road vermutlich in bar bezahlt hat. Es heißt „Promised Land“, gelobtes Land, ein vielversprechender Name, der vielleicht auch Prinz Harry und Gattin Meghan nach Montecito gelockt hat: Die leben seit dem Megxit 2020 ebenfalls dort.
Allerdings macht sich die Gemeinde derzeit ein bisschen Sorgen um die beiden Zugezogenen. Ihr 15 Millionen Dollar teures Haus ist nicht abbezahlt. Die Hypotheken sind teuer, und „das Geld ist knapp“, wie jetzt „Page Six“ berichtete, die Klatschspalte der „New York Post“. Denn: Harry und Meghan bräuchten mindestens sechs Millionen Dollar jährlich für die laufenden Kosten. Hinzu kommen drei Millionen Dollar, die sie für private Sicherheitsdienste ausgeben, um sich und die Kinder Archie und Lilibet zu schützen. Prinz Harry hat sicher noch ein paar Taler vom Erbe seiner Mutter – doch im Grunde verdient er nichts, weil er vorwiegend mit wohltätiger Arbeit beschäftigt ist.
Wie mit seinen Invictus Games für kriegsversehrte Soldatinnen und Soldaten, die allerdings gerade etwas wegen ihrer Kosten in der Kritik stehen: Angeblich haben die letzten Spiele in Kanada 63,2 Millionen Dollar für 543 Teilnehmer gekostet – 118.000 Dollar pro Veteran –, was den Kanadiern wohl bitter aufgestoßen ist, da fast die Hälfte von Steuergeldern finanziert wurde. Seit sich im März Netflix von Harry und Meghan getrennt hat, ist Meghan die Hauptverdienerin der Familie Sussex – und mit den Finanzen sei es eng, wie „Page Six“ nun schreibt.
Meghan versucht es mit Marmelade und Duftkerzen
Meghan konzentriere sich darauf, ihre Lifestyle-Firma „As Ever“ auszubauen, die sie als „Duchess of Sussex“ führt – die aber mit ihren Marmeladen und Duftkerzen auch nicht unbedingt durch die Decke geht. Vielleicht liegt es daran, dass ihr inzwischen prominente Unterstützung fehlt. So pries zum Beispiel Serena Williams jedes Produkt, das Meghan ihr von „As Ever“ schickte, bei Instagram an; die frühere Tennis-Nummer-eins und Meghan Markle galten als enge Freundinnen, doch inzwischen scheint Funkstille zu herrschen.
Williams, so heißt es, habe längst eine neue BFF: Emma Thynn, die Marchioness of Bath, eine britische Socialite, mit der sie kürzlich zur Met-Gala kam. Zu der Harry und Meghan nicht eingeladen waren, schließlich ist die Chefin der Party, Anna Wintour, eine Freundin der britischen Königsfamilie. Und auch George und Amal Clooney, die noch zur Trauung von Harry und Meghan 2018 in der St. George’s Chapel in Windsor erschienen, stehen aufseiten von König Charles.
Zwar verbrachten Harry und Meghan nach ihrer Hochzeit ein paar Tage in Clooneys Villa Oleandra am Comer See in Italien. Und als Meghan schwanger mit Archie war, war Amal zu Gast bei ihrer pompösen Babyparty in New York (die damals Serena Williams bezahlt haben soll). Doch seither hat man von der Verbindung Clooney – Sussex kaum noch etwas gehört.
Dafür kamen George und Amal kürzlich in die Londoner Royal Albert Hall, wo König Charles das 50-jährige Bestehen seines King’s Trust feierte, und waren die umjubelten Ehrengäste. Neben Idris Elba: Der legte auf Harrys und Meghans Hochzeit noch als DJ auf, hat sich aber auch von den Sussex‘ verabschiedet. Denn Elba begann seine Schauspielkarriere mit einem Stipendium des Prince’s Trust – so hieß Charles’ Wohltätigkeitsorganisation, als er noch nicht König war – in Höhe von 1500 Britischen Pfund, das ihm eine Ausbildung am National Youth Music Theatre ermöglichte. Dafür wird Elba ihm ewig dankbar sein.
Die Prominenten halten sich lieber an die Royals in London
Und für die Prominenz ist es dann doch interessanter, mit dem britischen König bekannt zu sein als mit dessen abtrünnigem Sohn: Dass Harry und Meghan nach dem Megxit im Interview mit Oprah Winfrey über die Royals herzogen (und Harry später in seiner Biografie „Spare“ nachlegte), hat sie viele Verbindungen gekostet. Auch die zu den Beckhams, dabei waren David und Harry einmal ganz dicke. Bevor Meghan auf der Bildfläche erschien, unterstützte David noch Harrys Invictus Games. Und auch zu Harrys Hochzeit erschien er mit Gattin Victoria. Doch dann soll Meghan geklagt haben, Victoria würde private Details an die Presse verraten. Und die Bekanntschaft Beckham – Sussex war vorbei.
Und so stehen Meghan und Harry inzwischen fast ohne prominente Freunde da – glauben aber nicht, dass das etwas mit ihnen zu tun haben könnte: „Sie verstehen es nicht. Sie denken nie, dass es an ihnen liegt“, zitierte kürzlich die „Daily Mail“ einen Vertrauten des Paares. „Sie lieben Prominente, sie prahlen ständig mit Namen. Aber wenn sich jemand nicht mehr meldet, fragen sie nicht nach dem Grund.“
Auch in Montecito ist es still um sie geworden. Nicht mal Oprah Winfrey, die bei ihrem Interview mit Harry und Meghan noch gut Quote mit ihnen gemacht hatte, hält sich die beiden warm. Denn: „Oprah mag nur Menschen“, sagt jemand, der sie kennt, „die ihr etwas zu bieten haben.“ Und davon ist bei Harry und Meghan offenbar nicht mehr viel übrig.