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"Anne Will"-Sendung: ARD entschuldigt sich bei Verona Pooth: "Kamera-Schwenk ging gar nicht!"

Ausgerechnet während eines Talks zum Thema Sexismus gab es bei "Anne Will" einen Kameraschwenk, den viele Zuschauer als sexistisch empfanden. Die Betroffene: Verona Pooth. Der Sender entschuldigte sich.

Dass Verona Pooth bei "Anne Will" über Sexismus mitdiskutierte, konnten viele Twitter-User nicht verstehen

Das Team der ARD-Talkshow "Anne Will" hat sich für einen Kameraschwenk über die nackten Beine von TV-Star Verona Pooth entschuldigt. Die Regie hatte in der Sendung am Sonntagabend zum Thema Sexismus eine Kamerafahrt von Pooths rosa Stöckelschuhen aufwärts gezeigt, während "Vice"-Chefredakteurin Laura Himmelreich sprach.

"Der Kameraschwenk (...) ging gar nicht! Das widerspricht unseren redaktionellen und bildlichen Grundsätzen. Der Regisseur bedauert den Fehler", hieß es dazu am Montag auf der offiziellen Twitter-Seite der Sendung. "Im Übrigen hat Verona Pooth unsere Entschuldigung entspannt aufgenommen."


"Beine-Schwenk gehört auf den Index"

Pooth sagte der "Bild" zum kritisierten Kameraschwenk: "Der arme Kameramann - warum soll er denn nicht diesen Schwenk machen? Das ist sicher nicht sexistisch." In der Sendung hatte sie zuvor erzählt, sie habe in ihrer Karriere selbst Sexismus erlebt, allerdings "nie eine Nötigung in einer Form, die mir einen Schaden zugefügt hat".

Die ARD hatte sich bereits 2015 mit einer Kamerafahrt über die Beine der FDP-Politikerin Katja Suding in der "Tagesschau" Sexismusvorwürfe eingehandelt. Der Chefredakteur von ARD-aktuell, Kai Gniffke, entschuldigte sich damals und schrieb: "Der Beine-Schwenk gehört auf den Index."

dho