HOME
TV-Kritik

"Let's Dance": Laura Müller emotional, Ilka Bessin mit starker Botschaft – und immer wieder gab's Wendler-Witze

Obwohl er gar nicht auf dem Parkett stand, war Michael Wendler immer wieder im Fokus der Aufmerksamkeit. Ein Tanzpaar überraschte dagegen mit starker und wichtiger Botschaft. 

Laura Müller bei "Let's Dance"

Laura Müller legte ganz viel Gefühl in ihren Walzer mit Christian Polanc

Picture Alliance

Nach dem Live-Duell zwischen Michael Wendler und Oliver Pocher dachte man, dass das Interesse an den beiden endlich abflachen würde. Doch die dritte Live-Show von "Let's Dance" machte deutlich: Zumindest das Interesse am Wendler wird wohl – zumindest solange seine Freundin Laura Müller dabei ist – nicht weniger werden. Das haben auch die Sprüche von Juror Joachim Llambi und Moderator Daniel Hartwich gezeigt.

So etwa, nachdem RTL-Moderatorin Ulrike von der Groeben und ihr Tanzpartner Valentin Lusin ihre Rumba abgeliefert hatten. Das Tanzpaar, das etwa 30 Jahre Altersunterschied trennt, hätte ruhig etwas mehr Feuer zeigen können, fand Llambi – und konnte sich einen Spruch in Richtung Laura und Wendler nicht verkneifen: "Wir haben hier im Studio auch Paare, die 30 Jahre voneinander entfernt sind und bei denen läuft das auch", witzelte er. Laura Müller wusste natürlich sofort, wer gemeint war und fand den Spruch offenbar weniger lustig. Auch Michael Wendler, der im Publikum saß, konnte nur grinsend mit dem Kopf schütteln. 

Auch Daniel Hartwich stichelte gegen Michael Wendler

Nicht nur Joachim Llambi, auch Daniel Hartwich nahm jede Gelegenheit wahr, einen Witz auf Kosten vom Wendler zu machen. So ließ er es sich nicht nehmen, an passender Stelle zu betonen, dass es "Orginal" ohne "i" heiße – in Anspielung auf den Rechtschreibfehler auf Michael Wendlers T-Shirt beim Live-Duell mit Oliver Pocher. "Da klingelt schon wieder die Kasse" merkte Llambi an. "Sie bekommen zehn Prozent vom Umsatz", sagte er zu Daniel Hartwich. Der winkte ab: "Da verzichte ich gerne drauf."

Die meisten Sympathiepunkte sammelte aber mal wieder Ilka Bessin mit Tanzpartner Erich Klann. Mit ihrer lustigen Art gewinnt Ilka Bessin die Zuschauerherzen. So sagte sie etwa beim Tanztraining: "Pocher hat zu mir gesagt, das würde richtig viel Spaß machen. Wenn ich den finde, ist das das nächste Duell." Zusammen mit Erich Klann gab es aber auch noch eine starke Message: Zum Song "Respect" setzte sich das Tanzpaar für mehr Offenheit und gegen Vorurteile ein. Passend dazu trug der Profitänzer einen Fatsuit. Abseits der Pocher-Wendler-Witze gab es also auch ernste Botschaften: "Respekt kann man nicht kaufen, aber mit Respekt bezahlen", erklärte das Tanzpaar – und erntete mal wieder viel Applaus. Für ihren Tanz gab es zwar viel Kritik, am Ende aber gute 17 Punkte. 

Laura Müller zeigte sich emotional

Dass die Sprüche gegen Michael Wendler mehr bewirken können als Lacher im Publikum, machte Laura Müller bei ihrem Auftritt klar. Die 19-Jährige erklärte, wie sehr ihr die fiesen Sprüche gegen ihren Freund und sie zu schaffen machen. Die negative Energie wolle sie beim Tanzen abschütteln, kündigte sie an. Nach einem tatsächlich sehr emotionalen Walzer erklärte sie auf Nachfrage von Daniel Hartwich, was genau sie denn so emotional mache: "Das Thema ist etwas schwierig" – und kämpfte mit den Tränen. Der Moderator lobte sie zwar für den Walzer, kam dann aber wieder auf Michael Wendler zu sprechen: "Dann steht doch einer Hochzeit jetzt nichts mehr im Wege." Zumindest wurde Lauras gefühlvoller Tanz von der Jury mit 20 Punkten belohnt.

"Let's Dance" 2020: Das sind die ersten Kandidaten der RTL-Tanzshow

Sabrina Setlur ist raus bei "Let's Dance"

Neben mehr oder weniger unterhaltsamen Sprüchen gab es aber auch manche tänzerische Highlights: Vor allem Lili Paul-Roncalli und Moritz Hans lieferten auf dem Parkett ab. Moderator Sükrü Pehlivan, Rapperin Sabrina Setlur und Ex-Fußballer Ailton konnten Jury und Zuschauer mit ihren Tänzen dagegen weniger überzeugen und bangten um den Einzug in die nächste Runde. Am Ende musste Sabrina Setlur mit Tanzpartner Nikita Kuzmin das Feld räumen. Die hatte mit einem bedruckten T-Shirt im Training schon ihre passende Stimmung beschrieben: "Ich brauche keinen Mittelfinger, ich kann das mit den Augen."