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Frauen in New York: "Sex and the City": Diese zwei Dinge stören Cynthia Nixon an der Kultserie

Es gibt wohl wenig Frauen, die noch nie eine Folge "Sex and the City" gesehen haben. Aus heutiger Sicht ist die Serie in vielen Dingen jedoch problematisch. Das sieht auch Cynthia Nixon so.

"Sex and the City" Cynthia Nixon

Cynthia Nixon spielte in "Sex and the City" die Anwältin Miranda Hobbes, die mit Barkeeper Steve Brady zusammenkam

Picture Alliance

Vier Frauen in den Dreißigern, die sich durch den Großstadtdschungel New York kämpfen und dabei ihre Karrieren vorantreiben, Männer kennenlernen und vor allem einander unterstützen - "Sex and the City" wurde in den 90er Jahren zur absoluten Kultserie. 

"Sex and the City": Zwei Dinge stören Cynthia Nixon an der Kultserie

Doch aus heutiger Sicht ist die HBO-Show in vielen Dingen etwas problematisch. Auch Cynthia Nixon, die in "SATC" die erfolgreiche Anwältin Miranda Hobbes verkörpert, würde sich im Rückblick einige Dinge anders wünschen. "Wir wären auf jeden Fall nicht alle weiß", erzählte sie jetzt dem US-Magazin "IndieWire". Doch nicht nur die fehlende Vielfalt innerhalb des Casts sei für sie schwierig zu ertragen. "Für mich am härtesten ist - das war es auch damals schon -, zurückzublicken und zu sehen, wie oft es in der Serie um Geld ging. Und dass Steve, mein Serienehemann, am ehesten zur Arbeiterklasse gehören würde. Eine Frau aus der Arbeiterklasse gab es derweil gar nicht", sagte sie. 

Fehler der feministischen Bewegung

Die Diskussion, ob "Sex and the City" eine feministische Serie sei, fand Nixon schon vor Jahren unsinnig. "Natürlich ist es eine feministische Show. Aber ich denke, dass sie auch viele Fehler der feministischen Bewegung aufzeigt. Und zwar indem wir weiße, wohlhabende Frauen zeigen, die für ihre Macht kämpfen. In einer ziemlichen Blase", erklärte sie. Während "SATC" zu Laufzeiten für Furore sorgte und besonders dadurch auffiel, dass weibliche Sexualität so offen wie nie zuvor thematisiert wurde, ist es nicht das erste Mal, dass die Serie kritisiert wird.

Kritik, die Nixon nachvollziehen kann. Nach ihrer Karriere als Seriendarstellerin machte sie als Politikerin von sich reden. 2018 kandidierte die gebürtige New Yorkerin bei der Vorwahl der Demokraten für das Gouverneursamt des Bundestaates New York. Sie verlor allerdings gegen Amtsinhaber Andrew Cuomo. 

Quelle: "IndieWire"

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ls