HOME

"Sommerhaus der Stars": Nackte Brüste, wüste Beschimpfungen und das beste Trash-TV-Spiel aller Zeiten

Während am Anfang noch Friede, Freude, Eierkuchen herrschte, fliegen im "Sommerhaus der Stars" jetzt so richtig die Fetzen. Mittendrin: die Büchners, die Fussbroichs und Micaela Schäfers Freund. 

Sommerhaus der Stars Frank Fussbroich

Frank Fussbroich pöbelte im "Sommerhaus der Stars" gegen Felix Steiner. 

MG RTL D

Eigentlich war in der gestrigen Folge vom " der Stars" schnell alles klar: Micaela Schäfer und ihr Freund Felix Steiner, sowie Patricia Blanco und ihr Partner, Nico Gollnick, gewannen die ersten Spiele und waren somit früh vor der Eliminierung durch ihre Konkurrenten geschützt - dachte man. 

"Sommerhaus der Stars": Zoff und Pöbeleien

Denn RTL wäre nicht RTL, wenn der Trash-TV-Sender nicht noch ein Ass aus dem Ärmel schütteln würde. Aber dazu später mehr. Erstmal flogen im Sommerhaus so richtig die Fetzen. Das Mallorca-Auswanderpaar Büchner verbündete sich mit den Fussbroichs. Die Feinde: Schäfers Freund Felix Steiner und Shawne Fieldings Partner Patrick Schöpf. Steiner, dank des Sieges im Spiel gesichert, wollte von Fussbroich wissen, ob dieser ihn nominiert hätte. Außerdem habe er gehört, dass der Kölner ihn als "Arschloch" bezeichnet habe. "Das geht dich einen Scheißdreck an, du Idiot! Ja, du bist ein Arschloch", pöbelte Fussbroich ungehalten zurück und bestätigte damit Steiner, der ihn als Prolet bezeichnete. Es folgte ein Schlagabtausch in bester Trash-TV-Manier, angefeuert durch den Alkohol, der im Sommerhaus in Strömen fließt. Während Fussbroich sich auf die Unterstützung von Jens Büchner verlassen konnte, lobte Patrick Schöpf Steiners Ehrlichkeit. 

Der Grund für den Zoff: Da zwei der Paare vor der Eliminierung sicher waren, mussten die anderen umso mehr um den Verbleib in der portugiesischen Villa zittern - und natürlich um die 50.000 Euro Preisgeld. Die Nerven lagen also blank. Besonders die Büchners, die allen außer den Fussbroichs gehörig auf den Geist gehen, stellten sich schon mal auf die letzte Nacht in dem Feriendomizil ein. 

Sommerhaus der Stars Micaela Schäfer Felix Steiner

Den Büchners und Fussbroichs ein Dorn im Auge: Micaela Schäfer und ihr Freund Felix Steiner. 

MG RTL D

Doch da hatten die Bewohner die Rechnung ohne RTL gemacht. Denn die Produzenten der Show schüttelten mal eben ein Extra-Spiel aus dem Ärmel, das den wohl besten Plot-Twist aller Trash-TV-Zeiten lieferte. Die Stars sollten sich "reinen Wein einschenken": Heißt, eine sorgfältig ausgewählte Truppe an Kandidaten (darunter Daniela Büchner, Patrick Schöpf und Frank Fussbroich), wurde mit Lästerfragen konfrontiert. "Wer nervt am meisten?", "welches Paar streitet sich am häufigsten?", "wer hält sich für was besseres?" und so weiter. Wer von seinen Konkurrenten am häufigsten gewählt wurde, bekam Rotwein ins Glas geschenkt. Die anderen, im Haus gebliebenen Partner, durften sich angucken, wie die Runde sich schlug.

Das beste Trash-TV-Spiel aller Zeiten

Frank Fussbroich hatte sich schnell eine Taktik überlegt. Er wählte einfach immer , weil der ihm ja sowieso gegen den Strich gehe. Daniela Büchner tat es ihm gleich - sie wollte schließlich sich selbst und ihren Mann vor dem Auszug bewahren. Und so war das Weinglas von Schöpf schneller voll, als das von Patricia Blanco nach dem Auffüllen der Minibar. Fussbroich und Büchner feixten. Jetzt hatten sie es ihrem Widersacher mal richtig gezeigt - dachten sie. Denn was das volle Weinglas für den Kandidaten eigentlich bedeutete, musste RTL erst noch aufklären. Und, Überraschung: Natürlich flog Schöpf nach den Lästerattacken seiner Konkurrenten nicht raus, sondern war auf einmal vor der Nominierung geschützt. "Das fehlt mir noch", pöbelte Fussbroich fassungslos. 

Welche Auswirkung das Spiel auf die Stimmung im Haus hatte, zeigte sich, als die Paare sich gegenseitig nominieren sollten. "Heute ist Feuerwerk, wir ziehen Silvester schon mal vor", drohte , die in letzter Verzweiflung noch ihre nackten Brüste gezeigt hatte. Was tut man nicht alles für ein bisschen Aufmerksamkeit. 

Die große Abrechnung

, der Frank Fussbroichs perfide Taktik im Lästerspiel verfolgt hatte, teilte als einer der ersten aus: "Frank, du hast dein wahres Gesicht gezeigt, du gibst gerne vor, ein lustiger, dicker Mann zu sein, der Leute unterhält. Aber das bist du nicht. Ich habe einen verbitterten, alten Mann erlebt, der noch den Jargon eines Proleten gepflegt hat", sagte er. "Wenn da jetzt noch mal was kommt, dann trete ich ihm in die Eier", pöbelte Elke Fussbroich zurück. Am Ende nominierte Steiner dann doch die Büchners. Auch Patricia Blanco zog über Fussbroich her, nominierte am Ende aber auch das Malle-Paar. "Die hat keine Zähne, die hat keine Fingernägel und die hat verfilzte Haare. Die sieht aus wie ein Monster", so Fussbroichs Fazit über die Tochter von Roberto Blanco. 

Das große Pöbelfinale lieferte am Ende Jens Büchner, der, von den anderen rausgewählt, seine Konkurrenten als "verlogenes Pack" bezeichnete und Steiner ein "verlogenes Dreckschwein" nannte. Während das Malle-Paar anschließend auf gepackten Koffern darauf wartete, von einem RTL-Wagen abgeholt zu werden, lästerten die verbliebenen Paare im Haus weiter. 

Am Ende wurden die Büchners natürlich nicht abgeholt - den Streit der sich da gerade anbahnte, will sich schließlich kein Trash-TV-Fan entgehen lassen. Und so mussten die beiden noch eine Nacht im Haus verbringen. Auf die Eskalation darf man sich jetzt schon freuen. Besonders die Fussbroichs, die es sich mittlerweile mit allen verscherzt haben, dürften in der kommenden Folge vermutlich für einen riesen Zoff sorgen.

"Ich sehe keinen Spaß in deren Augen, ich sehe Verzweiflung", sagte Patrick Schöpf noch in der ersten Folge über seine Mitstreiter. Und es ist genau diese Verzweiflung der abgehalfterten Z-Promis, die die Show zu dem macht, was sie ist: bestes Trash-TV-Entertainment.