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"Tatort"-Check: Warum Sie Devid Striesow noch eine Chance geben sollten

Na bitte, geht doch: Wir hatten den Saarland-"Tatort" schon fast abgeschrieben. Doch der von Devid Striesow gespielte Kommissar Stellbrink läuft am Zweiten Weihnachtstag zu großer Form auf.

Von Annette Berger

Kommissar Stellbrink (Devid Striesow) hat Zoff mit einem falschen Weihnachtsmann

Kommissar Stellbrink (Devid Striesow) hat Zoff mit einem falschen Weihnachtsmann

Das Fest ist fast vorbei - da kann man der allgemeinen friedvollen Besinnlichkeit ruhig eine Prise saarländischen Wahnsinn entgegensetzen. Kommissar Jens Stellbrink (Devid Striesow) aus Saarbrücken jagt Verbrecher mit seiner roten Vespa, quartiert sich tagelang auf einer Baustelle ein und schläft, niedergestreckt von K.O.-Tropfen, stundenlang in einem Puff. Nach mehreren verrissenen Saarland-"Tatorten" ist Stellbrinks vierter Fall sehenswert und kommt weitgehend ohne Klamauk aus. Es fehlt nicht mehr viel - Stellbrink könnte eines Tages noch zum Kult-Ermittler aufsteigen.

Die Konkurrenz auf anderen Sendern ist zwar groß heute Abend, und diese "Tatort"-Folge mit dem Titel "Weihnachtsgeld" beginnt ein bisschen zäh mit mehreren Handlungssträngen. Aber dranbleiben lohnt sich. Aufgelöst wird der Fall in einer spannenden Wendung, und die vielen Anspielungen auf die Weihnachtsgeschichte sind unaufdringlich-gelungen: Ja, hier gibt es Maria und Josef, einen Stall, in dem ein Kind geboren wird. Und das Kind ist nicht von Josef. Achten Sie auf die Schlussszene - welcher Weihnachts-Klassiker wird hier parodiert?

"Tatort: Weihnachtsgeld", 26. 12. ARD, 2015 Uhr