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Castingshow: Sido gnadenlos: Der Coach, der bei "The Voice" zum Kandidatenschreck wird

Während andere Coaches Kritik nett verpacken, redet Sido bei "The Voice of Germany" Klartext. Der 38-Jährige sagt seinen Kandidaten knallhart ins Gesicht, was ihm nicht passt – und sortiert Talente gnadenlos aus. 

Sido ist neu als Coach bei "The Voice of Germany"

Sido ist neu als Coach bei "The Voice of Germany"

Sido ist ein Mann der klaren Worte. Das gilt für seine Texte als Rapper ebenso wie für seine Beurteilungen als Coach bei "The Voice of Germany". Der 38-Jährige nimmt kein Blatt vor den Mund und hat sich damit bereits nach wenigen Folgen zum Kandidatenschreck entwickelt.

Sido ist gnadenlos ehrlich, knallhart in seinen Formulierungen und im Umgang mit seinen Talenten nicht zimperlich. Dem Duo Philip und Danny attestierte er bereits bei den Blind Auditions, dass sie nicht singen können, trotzdem holte es sie in sein Team, damit sie als Rapper mit eigenen Texten glänzen. Den ersten Versuch kommentierte er wohlwollend als ganz gelungen. "Aber in eurem Text hätte ich mir ein bisschen mehr von euch gewünscht. Man hätte mehr von euch erfahren können", sagte Sido.

Wer Sido enttäuscht, muss "The Voice of Germany" verlassen

Vernichtend fiel hingegen sein Urteil für Tyrone und Janet im Battle aus. "Das war von beiden nicht das, was ich erwartet hätte. Ich glaube ehrlich gesagt, dass es für beide sehr schwer wird in dieser Sendung, bei der großen Konkurrenz, die noch da ist. Ich glaube ernsthaft, dass ihr beide keine Chance habt. Ihr ward beide für mein Verständnis gleich schlecht." Deshalb entschied sich Sido, beide Kandidaten gehen zu lassen - ein absolutes Novum bei "The Voice of Germany". "Das hatten wir tatsächlich noch nie", sagte Moderatorin Lena Gercke zu Sidos Entscheidung und auch die anderen drei Coaches waren entsetzt von Sidos Härte.

Die zeigte er erneut gegenüber Kandidat Bastian, den er im Battle nach Hause schickte, weil seine Stimme nach einer Partynacht angeschlagen war. "Ich glaube er war Saufen. Ich bin ein riesen Fan von Basti, von Anfang an. Aber du hast dir das heute verkackt mit Feiern", erklärte Sido seine Entscheidung. 

Bereits bei den Proben geht er mit seinen Kandidaten hart ins Gericht. Dem Trio Veronika, Seyran und Amanda attestierte er "Schülerband-Niveau" und vor allem Seyran bekam sein Fett weg. "Seyran war von Anfang an bockig. Er hatte keine Lust englisch zu singen und er hatte keine Lust, mit zwei Frauen zusammen in einem Team zu sein. Ein klassischer Fall von Arbeitsverweigerung." Für den Auftritt in den Battles schwante ihm Schlimmes. "Wenn einer scheiße ist, ist alles scheiße. Das kann krass in die Hose gehen mit dieser Gruppe. Diese Performance wird eine Katastrophe. Ich sag's euch wie es ist: Ich erwarte nicht viel."

Nach dem Auftritt urteilte Sido immerhin, das sei die "beste Performance, die ich von euch bisher gesehen habe", ganz ohne Kritik ging es aber wieder nicht. "Ihr habt es nicht geschafft, dass ihr als Gruppe funktioniert. Jeder hatte seine eigene Performance", sagte der Coach. Seyran warf er "zu viel Theatralik" vor.

Sido kritisiert auch die Kandidaten der anderen Teams

Während die anderen Coaches stets versuchen, schwache Leistungen in nette Worte zu verpacken, holt Sido gern zum Rundumschlag aus. Das bekommen nicht nur seine eigenen Talente zu spüren. Niklas aus dem Team von Rea Garvey sagte er: "Du hast weniger verkackt als Oliver." Darauf konterte Moderator Thore Schölermann: "Du hast wirklich so eine Kunst, schöne Wort dafür zu finden."

Wie es aussieht, wenn Sido zufrieden ist, durften Larissa und Madline erleben. Nach ihrem Battle stand der Juror klatschend auf, stürmte auf die Bühne und umarmte die beiden Frauen. "Wenn ich riskiere, dass ich Make-up auf meinen weißen Pullover bekomme, das bedeutet was. Ich fand's großartig", sagte der Rapper. Allzu oft kam das bisher allerdings nicht vor.

jum