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Quizshow "Wer wird Millionär?"-Kandidat hoffte 21 Jahre auf die Teilnahme – dann verzockte er fast alles

Thomas Müller bei "Wer wird Millionär?"
Thomas Müller bei "Wer wird Millionär?"
© RTL / Stefan Gregorowius
Kandidat Thomas Müller hatte seit vielen Jahren darauf gehofft, bei "Wer wird Millionär?" auf dem Ratestuhl zu sitzen. Mit dem erspielten Geld wollte sich der Lehrer eine Reise finanzieren – doch daraus wird vorerst nichts. 

Es war sein großer Traum, einmal vor Günther Jauch auf dem Ratestuhl von "Wer wird Millionär?" zu sitzen. Es sollte mehr als zwei Jahrzehnte dauern, bis Thomas Müller dieser Wunsch erfüllt wurde. 

"Wer wird Millionär?": Kandidat wartete 21 Jahre

Nachdem er die ersten Fragen richtig beantwortet hatte, stellte er stolz fest: "Jetzt kann ich zumindest sagen, dass ich die Spesen für die 21 Jahre Bewerbungskosten wieder drin habe." Jauch zeigte sich überrascht darüber, dass der Lehrer für Latein und Sport so viele Jahre kein Glück gehabt hatte. Bei den meisten anderen Kandidaten, die auf ihren Einsatz hofften, reichte gerade mal ein Anruf zum Glück. 

Dass Thomas Müller sich top vorbereitet hatte, zeigte auch seine Wahl des Telefonjokers. Denn einer davon war ausgerechnet Jauchs erster Millionen-Gewinner, Eckhard Freise. "Wir haben gefühlte drei Tage miteinander telefoniert. Er hat mich gebrieft und gesagt, wie ich Ihnen gegenübertreten darf", erklärte Müller Quizmaster Jauch. Doch Freise hatte offenbar nicht ausprobiert, wo in seinem Haus er den besten Telefonempfang habe. Als Müller seine Hilfe brauchte und ihn zu Rate rief, war er gerade in seinem Keller und das Netz schlecht. "Sie müssen die Freisprechtaste ausdrücken", bat Jauch ihn. Wenn er auch mit dem Telefon Schwierigkeiten hatte, sein Wissen konnte Freise auch 21 Jahre nach seinem Sieg unter Beweis stellen. 

Verzockt bei 32.000

"Wer begegnet dem Leser im aktuellen Bestseller 'Glitterschnitter' wieder?", lautete die Frage, bei der Müller Hilfe benötigte. 8000 Euro standen auf dem Spiel, zur Auswahl hatte Freise: das Sams, Franz Eberhofer, Herr Lehmann und Lisbeth Salander. Freise tippte auf Herrn Lehmann – die richtige Antwort. 

Doch bei der 32.000-Euro-Frage hatte Müller keine Hilfe von Freise. "Wer wurde im September zu einem Jahr Haft ohne Bewährung verurteilt?", lautete die Frage. Tony Blair, Georg W. Bush, Nicolas Sarkozy oder Silvio Berlusconi waren die Antwortmöglichkeiten. Müller hatte keine Idee, auf Nummer sicher wollte er trotzdem nicht gehen und loggte Silvio Berlusconi ein. Falsch – Sarkozy wäre es gewesen. Der "Wer wird Millionär?"-Fan stürzte runter auf 500 Euro. "Das wäre meine Reise gewesen. Die hatte ich seit fünf Jahren vor", stellte er geknickt fest. Nach 21 Jahren ein dramatisches "Wer wird Millionär?"-Ende für Thomas Müller. 

ls

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