HOME

ARD-Sportschau und ZDF-Sportstudio: Matthias Opdenhövel und Sven Voss gehen an den Start

Doppelstart für zwei TV-Moderatoren: Matthias Opdenhövel und Sven Voss treten am Samstag ihre Dienste bei der ARD-"Sportschau" und im ZDF-"Sportstudio" an. Die öffentlich-rechtlichen Sender wollen mit den neuen Gesichtern beim jüngeren Publikum punkten.

Gleich zwei TV-Sport-Klassiker starten am Samstag mit neuen Gesichtern in die Fußball-Saison. Matthias Opdenhövel, 40, und Sven Voss, 35, moderieren am Pokal-Wochenende erstmals die ARD-"Sportschau" und das "Aktuelle Sportstudio" des ZDF. "Das ist schon kurios, da haben die Programmverantwortlichen wohl ähnlich gedacht", sagt Voss über den Doppelstart, der für die öffentlichen-rechtlichen Sender auch eine Art Verjüngungskur ist.

Der neue "Sportstudio"-Moderator, der bei den Mainzern den 60-jährigen Wolf-Dieter Poschmann ablöst, kam 1999 zum ZDF und arbeitete zunächst für die Kindernachrichtensendung "logo!". Seit 2005 moderiert der frühere Basketballspieler Sport-Ereignisse, hauptsächlich Wintersport und zuletzt die Fußball-WM der Frauen. "Es war eine bemerkenswerte Entscheidung, dass der Sender einen jüngeren Mann aus dem eigenen Haus genommen hat", sagte Voss. Beim ARD ist man dagegen einen entgegengesetzten Weg gegangen: Anstatt einem Eigengewächs wie Claus Lufen eine Chance zu geben, hat man lieber jemanden von Außen verpflichtet.

Für seine Auftaktsendung hätte er am liebsten Dirk Nowitzki als Interview-Gast gehabt. "Das wäre ein Riesending gewesen, da hätte ich meine Fan-Begeisterung kaum verbergen können", sagte Voss. Doch jetzt kommt Fußball-Profi Sebastian Kehl, Kapitän des deutschen Meisters Borussia Dortmund, direkt vom Pokal-Match des BVB beim Drittligisten SV Sandhausen ins ZDF-Studio nach Mainz.

Opdenhövel war Stadionsprecher in Mönchengladbach

"Sportschau"-Debütant Opdenhövel kennt sich mit der Borussia gut aus - vor allem mit der aus Mönchengladbach. Dort war der umtriebige TV-Mann mehrere Jahre als Stadionsprecher im Einsatz. "Von den Sympathien zur Borussia habe ich mich im Beruf natürlich verabschiedet. Die haben in der Moderation nichts zu suchen", erklärte Opdenhövel in der "Sport Bild" über seine ARD-Tätigkeit, die nicht auf die "Sportschau" und den Sport beschränkt sein soll.

Seine Fußball-Affinität ist groß, Opdenhövel berichtete bereits für die Pay-TV-Anbieter Arena und Liga Total über die Bundesliga. Bekannt wurde er aber - vor allem beim jüngeren TV-Publikum - als Moderator der TV-Show "Schlag den Raab" bei Pro 7 und durch seine Auftritte beim Eurovision Song Contest.

Mit Opdenhövel, der als Nachfolger von Monica Lierhaus das neue "Sportschau"-Trio mit Gerhard Delling und Reinhold Beckmann bildet, will das Erste beim TV-Publikum unter 50 Jahren punkten. Dort haben ARD und ZDF einen deutlichen Rückstand gegenüber der privaten Konkurrenz. "Mit der Moderation der 'Sportschau' wird für mich ein Jugendtraum wahr", sagte Opdenhövel.

Peter Hübner/DPA / DPA