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"Bares für Rares" "Du bekommst den nicht" – Händler streiten sich um Künstlerporträt

Bares für Rares
"Bares für Rares"-Experte Albert Maier erklärt Moderator Horst Lichter und Besitzerin Monika Lederer die Herkunft des Gemäldes.
© ZDF
Wenn zwei sich streiten, freut sich bei "Bares für Rares" meist der Besitzer. Zwei Händler liefern sich ein Bietergefecht um ein Gemälde.

Klein, aber oho: Monika Lederer aus Schopfheim kommt mi einem Erbstück zu "Bares für Rares". Die 72-Jährige will in der Show ein Gemälde verkaufen, das sie von ihrer Großmutter bekommen hat. "Es wurde in unserer Familie nie besonders wertgeschätzt. Meine Mutter hat immer gesagt: 'Der alte Mann da.'' Jahrelang habe es hinter einem Vorhang gestanden. Doch in Wahrheit handelt es sich um ein echtes Kunstwerk.

"Das Gemälde stammt von Johannes Graf, einem schlesischen Künstler", erklärt "Bares für Rares"-Experte Albert Maier. Das Bild sei nicht signiert und nicht datiert, aber ein Aufkleber auf der Rückseite gibt Aufschluss über die Herkunft. 1918 habe in Breslau eine Nachlassauktion stattgefunden, bei der alle Bilder verkauft wurden – auch das vorliegende Selbstporträt. Der Maler sei relativ bekannt, aber es würden nicht mehr viele Gemälde von ihm auftauchen. "Ich finde, es ist relativ gut gemalt", sagt Maier.

"Bares für Rares"-Experte überrascht mit Schätzung

Besitzerin Lederer weiß, dass ein Gemälde von Graf in der Berliner Nationalgalerie hängt. Trotzdem bleibt sie bei ihrem Wunschpreis bescheiden und hätte gerne 350 Euro dafür. Albert Maier geht mit seiner Schätzung sogar noch höher, obwohl der Markt für Selbstporträts eingeschränkt sei. Er hält 500 bis 700 Euro für realistisch.

Bares für Rares: Moderator Horst Lichter

Im Händlerraum löst das Gemälde unterschiedliche Reaktionen aus. "Der Wurzelsepp", lästert Walter "Waldi" Lehnertz, als er das Selbstporträt erblickt. Doch Daniel Meyer ist begeistert. "Gute Farben und er hat diesen durchdringenden Blick, um Künstler zu werden." Es sei eine kleine Preziose. Julian Schmitz-Avila beginnt mit 240 Euro, Meyer erhöht auf 250. "Dann verdoppele ich", sagt David Suppes und macht damit den Sprung auf 500 Euro. Doch Meyer lässt sich davon nicht beeindrucken. "Du bekommst den nicht", sagt er zu seinem Konkurrenten. Bei 620 Euro gibt Suppes klein bei. "Dann bekomme ich ihn nicht."

Besitzerin Lederer ist glücklich. Sie hat fast das Doppelte ihres Wunschpreises erhalten. "Ich hätte nicht gedacht, dass ich so viel bekommen würde."

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