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ZDF-Trödelshow "Der Druck ist enorm": "Bares für Rares"-Experten verraten Show-Details

Albert Maier und Wendela Horz stehen im Studio von Bares für Rares in Pulheim und lachen in die Kamera
Sie sind durch "Bares für Rares" bekannt geworden: Kunsthändler Albert Maier war einst Sänger in einer Band und ist mit den Lords aufgetreten. Wendela Horz arbeitete als Goldschmiedin und machte eine Ausbildung zur Gemmologin.
© ZDF
Bei "Bares für Rares" sind sie Experten für Schmuck und Kunst: In einem Interview sprechen Wendela Horz und Albert Maier über die Show und über den enormen Leistungsdruck.

Er ist seit der ersten Minute der Show 2013 dabei, sie kam 2016 dazu: Albert Maier und Wendela Horz gehören zum Experten-Stab in der ZDF-Trödelshow "Bares für Rares". An der Seite von Moderator Horst Lichter haben beide Sachverständige inzwischen hunderte von Gegenstände bewertet. Obwohl sich auch Routine eingestellt hat, ist die Aufregung für beide vor den Sendungen nach wie vor groß. 

"Der Druck ist enorm, es ist wirklich anstrengend", sagte Horz in einem Interview mit der "Webtalkshow" von Nico Gutjahr. Die gelernte Juwelierin erklärte, dass sie die Stücke tatsächlich erst kurz vor der Show zu sehen bekäme. "Manchmal hat man vorher ein Foto", sagte Maier. Doch darauf könne man nicht immer alles erkennen. Viel Vorbereitungszeit bleibt den Sachverständigen somit nicht. "Wenn ich was Falsches erzähle und drei Millionen zusehen, sagen die Leute: 'Der Maier hat keine Ahnung'", erklärte der 71-Jährige. "Unser Job ist es, nichts zu übersehen", sagte Horz. Doch es würden eben auch Fehler passieren. "Wir sind auch nur Menschen."

Maier erinnert sich an Fehler bei "Bares für Rares"

Maier erinnerte sich an eine Porzellanfigur, bei der er einen fatalen Fehler machte. "Eine Restaurierungsstelle bei einer Meissner Figur habe ich nicht erkannt", erklärte der Experte. Er habe schlicht vergessen, sie mit der Quarzlampe anzuschauen. Da der Bruch sehr gut repariert gewesen sei, habe er den Fehler nicht erkannt. "Das war natürlich tragisch."

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Nach den Stücken gefragt, die ihnen persönlich am meisten in Erinnerung geblieben seien, kam Maier sofort auf einen Porzellanteller zu sprechen. Noch vor seiner Zeit bei "Bares für Rares" habe er für eine Sendung des SWR gearbeitet. Ein Mann aus Lörrach sei ganz stolz mit einem Teller gekommen, den er gerade auf einem Flohmarkt erstanden habe. Wie sich herausstellte, handelte es sich um ein Stück von Zar Nikolaus II. "Es war richtig gut. Der war mindestens 30.000 D-Mark wert." Der Besitzer habe sein Glück kaum fassen können und sei fast ohnmächtig geworden. "Der war fix und fertig." Vor zwei Jahren habe sich der Mann noch einmal bei ihm gemeldet. Der Teller habe bei einer Auktion 72.000 Euro gebracht.

Horz erinnerte sich an eine Kamee, die ihr besonders gut gefallen habe. "Die hat Fabian dann gekauft und hat sie für sich umarbeiten lassen. Jedes Mal wenn er sie trägt, blutet mir das Herz", erklärte die Pfälzerin.

Rund 70 Drehtage stehen beide Experten pro Jahr für "Bares für Rares" vor der Kamera. Pro Drehtag würden zwei Sendungen aufgenommen. Der Erfolg der Trödelshow ist ungebrochen. Ans Aufhören denken die Experten deshalb noch lange nicht. "Es macht mir Spaß", sagte Horz. "Ich muss mich wohlfühlen", ergänzte Maier. Zwar gebe es auch Kollegen, mit denen man nicht so gerne zusammenarbeite, aber das sei in jeder Familie so. 

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Quelle: "Webtalkshow" von Nico Gutjahr vom 10.04.2020. 

mai

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