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ZDF-Show Sensation bei "Bares für Rares" - dieses Ei gehörte König Ludwig II.

Bei "Bares für Rares" steht am Freitag ein blaues Ei zum Verkauf. Heide Rezepa-Zabel überrascht Horst Lichter und die Besitzer mit ihrer Expertise.
Bei "Bares für Rares" steht am Freitag ein blaues Ei zum Verkauf. Heide Rezepa-Zabel überrascht Horst Lichter und die Besitzer mit ihrer Expertise.
© ZDF
Bei "Bares für Rares" steht ein ganz besonderes Stück zum Verkauf: Ein blaues Ei entpuppt sich als Memorabilia von König Ludwig II. von Bayern - und erzielt einen fantastischen Preis.

"Ich spüre eine Weltsensation", sagt Horst Lichter, als er das kleine Objekt erblickt. Auch wenn es übertrieben klingt, sollte er Recht behalten. Denn die Geschwister Renate von Schwartzen und Rainer Barnick aus Hessen kommen mit einer Rarität zu "Bares für Rares": einem königlichen Ei. "Als ich es das erste Mal in der Hand hatte, war ich gleich begeistert", sagt von Schwartzen über das Geschenk, das sie in den 90er Jahren erhielt. Doch wofür wurde es benutzt und was ist es wert?

"Ludwig II. hat solche Eier in Auftrag gegeben", klärt "Bares für Rares"-Expertin Heide Rezepa-Zabel auf. Das Objekt sei emailliert, darunter befände sich aber Silber. Die abgebildete Kamee mit dem Konterfei des Bayernkönigs sei aus dem Gehäuse einer Helmschnecke geschnitzt worden. "Das ist wirklich ein feines Kunsthandwerk, das Ludwig II. in Frankreich in Auftrag gegeben hat", sagt die Expertin. Das Ei sei vermutlich 1880 gefertigt worden und diente als Verpackung, um Schmuckstücke zu verschenken. "Das ist eine Memorabilia, also etwas, was Ludwig II. tatsächlich in der Hand gehabt hat."

"Bares für Rares"-Expertin mit überraschender Schätzung

"Da läuft mir ein kalter Schauer über den Rücken", sagt Horst Lichter. 150 Euro hätten die Besitzer gerne für das Ei. Obwohl das Stück eine Beschädigung aufweist, ist der bescheidene Wunsch viel zu niedrig. "Ich würde hier weit höher gehen, nämlich 2000 bis 2500 Euro", sagt Rezepa-Zabel. "Ach du Schreck", sagt Besitzerin Schwartzen, die damit nicht gerechnet hatte.

Im Händlerraum herrscht zunächst Ratlosigkeit. "Es ist kein Fabergé-Ei", sagt Markus Wildhagen. Dass das Ei von König Ludwig II. von Bayern stammt, lösen erst die Besitzer auf. "Ich finde das spektakulär, aber es hat eine Beschädigung", sagt Wildhagen und startet mit 400 Euro. "Ich habe keine Ahnung, wie so etwas gehandelt wird", erklärt Susanne Steiger und erfragt den Schätzpreis. Dann ist sie bereit, 1500 Euro zu zahlen. Ihr Kontrahent Wildhagen erhöht auf 1700, Steiger dann auf 1800 Euro. Dafür erhält sie den Zuschlag.

Die Besitzer sind glücklich. "Von dem Geld kann ich die ganze Familie einladen."

mai

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