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ZDF-Trödelshow Fabian Kahl verrät: Nach "Bares für Rares"-Kauf wurde es für ihn richtig teuer

"Bares für Rares"-Händler Fabian Kahl sitzt in seinem Arbeitsraum und schaut in die Kamera
Er ist Porzellanspezialist bei "Bares für Rares": Fabian Kahl kauft gerne Figuren von Meissen.
© ZDF
Die Figur hat er zum Schnäppchenpreis gekauft: Fabian Kahl schlug bei Meissner Porzellan zu. Doch nach dem Kauf entdeckte er erhebliche Mängel.

Bei Porzellanfiguren schlägt sein Herz höher – vor allem bei denen von Meissen: "Bares für Rares"-Händler Fabian Kahl hat ein Faible für das weiße Gold. In der ZDF-Trödelshow von Horst Lichter erwarb er schon viele Objekte aus Meissner Porzellan. Einige hat er selbst behalten, die meisten verkaufte er weiter. Doch nach der Show wird es für den gebürtigen Thüringer zunächst meist richtig teuer.

In der Sendung "Bares für Rares – Händlerstücke" verrät Kahl, wie aufwendig die Restaurierung von Porzellan ist. Im vergangenen Jahr hatte der gebürtige Thüringer eine Figurengruppe von Johann Joachim Kändler gekauft. "Das ist im 18. Jahrhundert einer der berühmtesten Köpfe der Meissner Manufaktur gewesen", erklärt Kahl. Das Problem: Die Figuren waren mehrfach beschädigt. Trotzdem schlug der Händler zu.

"Bares für Rares"-Experte Albert Maier hatte die Figuren trotz der Abplatzungen auf 2000 bis 2500 Euro geschätzt. Kahl bekam sie zum Schnäppchenpreis von 1250 Euro. "Ich habe mich im Moment des Zuschlages riesig gefreut", erinnert sich Kahl. Doch danach musste der junge Händler, der mit 17 Jahren ein Geschäft auf dem Kurfürstendamm eröffnet hatte, erstmal investieren. Die Restaurierung der Figur gestaltete sich sehr aufwendig.

"Bares für Rares"-Händler Fabian Kahl beauftragt Restauratorin

Kahl zog mit Silke Romer eine Porzellanrestauratorin hinzu, die auch für Meissen arbeitet. Die säuberte die Figur und ergänzte die fehlenden Stellen mit mühevoller Kleinarbeit. Romer musste eine Ergänzungsmasse anrühren, Negative abnehmen, die nachmodellierten Teile verkleben und die Figur an den reparierten Stellen nachkolorieren. "Man kann ewig daran arbeiten", verrät die Restauratorin. Insgesamt ist sie mehrere Stunden beschäftigt. Trotzdem stellt sie nur vergleichsweise günstige 300 Euro in Rechnung.

Bares für Rares: Moderator Horst Lichter

Für Kahl ergibt sich somit folgende Gesamtrechnung: 1250 hat er an die Verkäufer bezahlt, 300 Euro in die Restaurierung gesteckt – macht zusammen 1550 Euro im Einkauf. Doch trotz der Reparatur bleibt ein Problem. Er könne nicht so tun, als sei die Figur im Originalzustand. "Ich muss sie als restauriert verkaufen. Als Händler bin ich verpflichtet, die Reparaturstellen zu benennen", sagt Kahl.  Trotzdem hofft er auf 2000 bis 2500 Euro im Verkauf.

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Quelle: "Bares für Rares - Händlerstücke" vom 21. März 2021. Neue Folgen der Trödelshow gibt es von Montag bis Freitag um 15.05 Uhr im ZDF und vorab in der Mediathek zu sehen.

mai

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