HOME

"Bares für Rares": "Das sind keine Angebote, das sind Beleidigungen" – im Händlerraum wird's unangenehm

Schlechte Stimmung bei "Bares für Rares": Eine alte Vase sorgt für Missmut zwischen Händlern und Verkäufer. Der ist mit den Startgeboten überhaupt nicht einverstanden. 

Bares für Rares

"Bares für Rares"-Experte Colmar Schulte Goltz und Moderator Horst Lichter bekommen von Verkäufer Rolf Uhlig erklärt, warum er seine Vase verkaufen möchte.

ZDF

Gut gelaunt kommt Rolf Uhlig zu "Bares für Rares". Der 65-Jährige aus Hanau möchte eine alte Vase in der Trödelshow von Horst Lichter verkaufen. Das Erbstück stammt von seinen Großeltern. "Ich wünsche mir, dass es in gute Hände kommt", sagt der Verkäufer. Der Schätzpreis von "Bares für Rares"-Experte Colmar Schulte-Goltz lässt ihn hoffen, dass er dabei sogar noch ein gutes Geschäft macht. Doch dann verschlechtert sich seine Stimmung,

"Es handelt sich um ein sehr schönes und typisches Stück aus dem Jugendstil", erklärt Schulte-Goltz. Die Vase stamme von der bekannten böhmischen Manufaktur Amphora in Teplitz und sei 1904 nach einem Entwurf von Paul Dachsel gefertigt worden. Obwohl es kein Porzellan, sondern Keramik ist, hebt der Experte die besondere Art der Herstellung hervor. "Das ist höchste Kategorie der keramischen Künste", sagt Schulte-Goltz. "Ein sehr schönes Stück."

Doch was ist die alte Vase wert? "Ich habe ein ähnliches Stück für 1200 Euro im Internet gesehen und wäre froh, wenn ich zumindest 600 bekäme", sagt Uhlig. Dem stimmt der "Bares für Rares"-Experte zu. "Ihre Einschätzung halte ich für realistisch, ich halte 1100 Euro für angebracht." Moderator Horst Lichter staunt: "Das klingt hervorragend." Auch der Verkäufer ist zufrieden. Doch die Händler sehen das zunächst ganz anders.

Schlechte Stimmung im "Bares für Rares"-Händlerraum

Die Vase kommt bei Wolfgang Pauritsch, Fabian Kahl, Julian Schmitz-Avila und Susanne Steiger zwar gut an, doch ihre Preisvorstellungen passen nicht zu denen von Verkäufer Uhlig. "Ich starte mit 100 Euro", sagt Pauritsch, während Uhlig die Augenbrauen nach oben zieht. Als es nur in 20er Schritten voran geht sagt der Verkäufer: "Ein orientalischer Basarhändler würde sagen, das sind keine Angebote, das sind Beleidigungen", sagt er empört. Als er den Händlern die Expertenschätzung von 1000 Euro nennt, läuft es. 

Gruppenfoto der "Bares für Rares"-Experten

Die Gebote schießen in die Höhe. Pauritsch und Kahl liefern sich ein Bietergefecht, bei 820 Euro steigt auch Susanne Steiger ein. Fabian Kahl überschreitet schließlich die magische Grenze von 1000 Euro und erhält dafür den Zuschlag. "Dafür dass wir mit 100 begonnen haben, hat das ganz schön Fahrt aufgenommen", scherzt Pauritsch. Und auch Verkäufer Uhlig ist zufrieden: "Ich fahre mit einem sehr guten Gefühl nach Hause."

Lesen Sie auch:

mai