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"Bares für Rares": Fast das Doppelte - Expertin berechnet Goldwert richtig, Verkäuferin kann ihr Glück kaum fassen

"Bares für Rares"-Expertin Heide-Rezepa Zabel hat gute Nachrichten: Der Materialwert eines Schmuckstückes übersteigt den Wunschpreis der Verkäuferin. Die kann ihr Glück kaum fassen.

"Bares für Rares"-Expertin spricht mit Verkäuferin Jamina Freitag über deren Brosche. Moderator Horst Lichter hört zu.

"Bares für Rares"-Expertin spricht mit Verkäuferin Jamina Freitag über deren Brosche. Moderator Horst Lichter hört zu.

ZDF

Mit einem Erbstück ihrer Mutter kommt Jamina Freitag aus Briedern zu "Bares für Rares". Über die Herkunft der mit Perlen besetzten Brosche weiß die 66-Jährige nicht viel: "Meine Mutter bekam sie von ihrer Oma. Mehr kann ich leider dazu nicht sagen." Doch die Expertise hält einige Überraschungen parat.

"Es handelt sich nicht nur um eine Brosche, das Schmuckstück lässt sich auch als Anhänger tragen", sagt "Bares für Rares"-Expertin Heide Rezepa-Zabel. Das Objekt sei sehr pompös gestaltet und es aus 750er Gelbgold gefertigt. Doch leider handele es sich um keine Handarbeit eines Juweliers aus dem 19. Jahrhundert. "Dieses Stück ist aus mehreren Fertigteilen zusammengesetzt worden", klärt die Expertin auf. Das deute darauf hin, dass es in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts gemacht wurde. "Dieses Stück ist jünger, als es aussieht."

"Bares für Rares"-Expertin: "Das sollten Sie auf keinen Fall sagen."

Verkäuferin Briedern ist enttäuscht. Sie hatte damit gerechnet, ein antikes Stück zu verkaufen. Sie traut sich kaum noch, ihren Wunschpreis zu nennen. "300 Euro", sagt sie schüchtern. "Das sollten Sie auf keinen Fall sagen", rät ihr Rezepa-Zabel. Allein der Goldwert belaufe sich auf 580 Euro. Doch es wird noch besser. "Das Stück macht wirklich was her, deswegen sollten 800 drin sein."

Bares für Rares: Moderator Horst Lichter

Überrascht vom hohen Schätzpreis geht Briedern zu den Händlern. "Toll gemacht", sagt Fabian Kahl zu der Brosche. Doch Susanne Steiger ist kritisch. "Da es nicht aus der Zeit ist, ist es nicht meine Ware." Doch Kahl startet mit einem Gebot von 600 Euro – etwas über dem Goldwert. Auch Ludwig "Lucki" Hofmaier und Daniel Meyer bieten mit. Selbst Steiger lässt sich zu einem Gebot hinreißen. "Es ist zwar kein antikes Stück, trotzdem ist es mir 700 Euro wert." Kahl überbietet sie mit 710 Euro. Da Verkäuferin Briedern zögert, legt er auf 750 Euro nach und erhält den Zuschlag.

Ihren Wunschpreis hat die Verkäuferin damit mehr als verdoppelt. "Die Brosche vermisst bei uns keiner, sie lag die ganze Zeit in der Schublade", sagt Briedern. Deshalb gehe sie glücklich nach Hause.

mai