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"Bares für Rares": Verkäufer macht riesigen Fehler - das hätte er den Händlern niemals verraten sollen

Bietergefecht bei "Bares für Rares": Fabian Kahl und David Suppes streiten sich um eine alte Silbersauciere. Glück für den Verkäufer, denn der machte im Händlerraum einen taktischen Fehler.

Bares für Rares

"Bares für Rares"_Experte Albert Maier (l.) und Moderator Horst Lichter begutachten die Sauciere von Verkäufer Klaus-Dieter Gabbert.

ZDF

"Ich bräuchte noch eine zweite Frau", sagt Klaus-Dieter Gabbert stolz. Der 59-Jährige bringt in der Sendung vom Mittwoch eine Silbersauciere zu "Bares für Rares". Die hatte seine Gattin für 120 Euro auf einem Flohmarkt erstanden. "Ich dachte, dass das viel zu viel Geld sei", gesteht der Verkäufer. "Das kam mir zu teuer vor". Doch da hat er sich gewaltig geirrt.

"Prächtiges Teil", sagt Moderator Horst Lichter. Der Ansicht ist auch Experte Albert Maier. "Ich kann die Geschichte kaum glauben", sagt er und bescheinigt Gabberts Frau ein gutes Händchen. Die Sauciere sei vergoldetes Silber. "Die Qualität ist hervorragend, es ist eine feine Silberschmiedearbeit", sagt Maier. Das Stück, auf dem die Porträts von Voltaire und Mozart zu sehen sind, stamme aus Österreich und sei vermutlich um 1800 bis 1810 gefertigt worden. Sie ist somit mehr als 200 Jahre alt.

"Ich bin bescheiden und hätte gerne 200 Euro dafür", sagt Verkäufer Gabbert über seinen Wunschpreis. Doch der Experte geht sehr viel höher. "Allein der Materialwert liegt bei 150 bis 200 Euro", sagt Maier. "Aber diese Arbeit sollte mindestens 450 bis 500 Euro wert sein", ist er sicher. Doch sehen das die Händler genauso?

"Bares für Rares"-Händler liefern sich Bietergefecht

Walter "Waldi" Lehnertz startet mit seinem üblichen Gebot von 80 Euro. "Damit kommen wir klar, oder?", fragt er neckisch. Doch dann macht Verkäufer Gabbert einen taktischen Fehler. Er verrät den Händlern den Einkaufspreis. Als Waldi die Geschichte von den 120 Euro hört, will er sofort zuschlagen. "Die gebe ich dir, dann hast du doch deinen Einsatz wieder", will er den Verkäufer überzeugen. Doch ehe Gabbert darauf eingehen kann, beginnen Waldis Kollegen Fabian Kahl und David Suppes ein Bietergefecht.

Gruppenfoto der "Bares für Rares"-Experten

Der Preis steigt schnell auf 320 Euro. "Mozart und Voltaire machen schon was her", sagt Kahl. Doch Suppes will sich nicht geschlagen geben. Erst bei 550 Euro kommt Kahl ins Grübeln, bietet dann aber auch noch 560 Euro. In Zehnerschritten steigt der Preis. "Es beginnt, weh zu tun", sagt Suppes beim Stand von 580 Euro und steigt aus. Kahl freut sich über den Zuschlag: "So ein Stück aus der Zeit ist mega." Und auch Verkäufer Gabbert ist glücklich. Er hat fast das fünffache des Einkaufspreises erzielt. Zur Belohnung für seine Frau soll es eine kleine Kreuzfahrt geben.

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