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"Bares für Rares" Händler zahlen Sensationspreis für einen Topf - das macht ihn so wertvoll

Bares für Rares
"Bares für Rares"-Experte Colmar Schulte-Goltz erklärt Besitzer Helmut Gerhardt (r.) die Herkunft des Topfes. Horst Lichter schaut kritisch.
© ZDF
Ein Topf steht bei "Bares für Rares" zum Verkauf. Das unscheinbar wirkende Stück entpuppt sich bei der Expertise als seltenes Objekt. Die Händler sind entzückt.

Damit kennt sich der ehemalige Fernsehkoch Horst Lichter aus: Außergewöhnliche Küchengeräte sind das Motto bei "Bares für Rares". Doch so ein Stück hat selbst Lichter noch nicht gesehen. Helmut Gerhardt aus Göttingen kommt mit einem Porzellantopf in die Sendung, der es in sich hat. "Sieht so aus, als könnte er unterm Bett stehen", scherzt Lichter über das Erbstück. Doch der unscheinbar wirkende Topf entpuppt sich als seltenes Meisterstück - denn er stammt aus der Meißner Porzellanmanufaktur.

"Es ist ein Eisgefäß", sagt "Bares für Rares"-Experte Colmar Schulte-Goltz über das dreiteilige Set aus dem 18. Jahrhundert. "Ein wunderbares Ding. Es kommt aus einer Zeit, als man noch keinen Kühlschrank hatte." In den oberen und unteren Bereich sei Eis gefüllt worden, dazwischen seien zum Beispiel Erdbeeren aufbewahrt worden. Es sei um 1790 in der sogenannten Marcolini-Ferretti-Zeit von Meißen gefertigt worden. "Ganz perfekt ist es nicht", sagt Schulte-Goltz über den Zustand, "ich bin aber trotzdem begeistert von dem schönen Gefäß."

"Bares für Rares"-Experte überrascht mit Expertise

800 Euro hätte Besitzer Gerhardt gerne für sein Eisgefäß. Experte Schulte-Goltz weist auf den Riss am Griff hin. Trotzdem liegt sein Schätzpreis darüber: zwischen 800 und 1200 Euro. Doch findet sich ein Händler, der Gefallen an dem Eistopf findet?

"Ich habe Hunger", freut sich Walter "Waldi" Lehnertz, als er Gerhardt mit dem Topf in der Hand sieht. Noch begeisterter ist Fabian Kahl. Der weiß sofort, dass es sich um Meißen aus der Marcolini-Zeit handelt. Als er hört, dass es sich um ein Eisgefäß handelt, ist sein Interesse noch mehr geweckt: "So etwas habe ich noch nie gesehen", sagt Kahl und startet mit 500 Euro. Doch auch Lehnertz und Ludwig "Lucki" Hofmaier bietet mit, steigt jedoch bei 1150 Euro aus. Für diesen Betrag geht der Zuschlag an Kahl.

"Das ist für mich super gelaufen", freut sich der Verkäufer. Er habe nicht mit so viel Geld gerechnet.  

mai

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