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"Bares für Rares" Händlerin führt gnadenloses Bietergefecht - Konkurrenz reagiert genervt

"Bares für Rares"-Händlerin Elisabeth Nüdling lässt nicht locker
"Bares für Rares"-Händlerin Elisabeth Nüdling lässt nicht locker
© ZDF
Wenn zwei sich streiten, freut sich bei "Bares für Rares" meist der Verkäufer. Wegen einer Brosche kommt es in der ZDF-Trödelshow zu einem Bietergefecht – und einem absurden Preis.

Bringt die Brosche den erhofften Geldsegen? Mit einer wagen Vermutung kommen Tanja Schmöle und Sebastian Sauerbrei zu "Bares für Rares". Das Paar aus Frankfurt am Main, das bald heiraten möchte, hat ein Familienerbstück in der ZDF-Trödelshow dabei. Die Brosche in Schmetterlingsform sei bei der Haushaltsauflösung ihrer verstorbenen Urgroßmutter aufgetaucht. Im Internet haben sie nach dem möglichen Juwelier recherchiert. Sollte dieser sich bestätigen, könnte der Schmuck ein echtes Schätzchen sein.

Doch "Bares für Rares"-Expertin Heide Rezepa-Zabel muss Horst Lichter und das Paar zunächst enttäuschen. "Ich glaube nicht, dass es ein Schmetterling ist." Da der Körper zu dick und die Fühler zu groß seien, handle es sich wohl eher um eine Motte. Trotzdem ist der Schmuck sehr edel gearbeitet. Es ist auf 585er Gelbgold gesägt und mit Edelsteinen belegt worden. Vermutlich sei die Brosche um 1930 entstanden. Rezepa-Zabel bestätigt, dass Hofjuwelier Robert Koch die Motte gefertigt habe. "Ein in Adelskreisen renommierter und gefragter Herr mit Geschäften in Frankfurt und Baden-Baden."

"Bares für Rares"-Expertin verhalten, Händler entzückt

800 Euro hätten die Besitzer gerne für ihre Motte. Die Expertin berechnet zunächst den Goldwert, der bei 300 Euro liegt. Doch da die Brosche ein einem hervorragenden Zustand sei und gut verkäuflich, ist der Schätzpreis viel höher. "Ich würde hier auf 1200 bis 1400 Euro gehen." "Die Erwartungen wurden übertroffen", sagt Horst Lichter. Wie sich zeigen wird, sind die Händler zu viel mehr bereit. Die Brosche löst ein Bietergefecht aus.

Bares für Rares: Moderator Horst Lichter

"Es könnte eher ein Falter sein", folgert Elisabeth Nüdling nach der Begutachtung richtig. Julian Schmitz-Avila startet mit 450 Euro, David Suppes erhöht sofort auf 500. Dann greift Nüdling ein. Zum Ärger ihrer Konkurrenten überbietet sie alle Preise um 50 Euro. Bei 1650 Euro scheint der Höchstpreis erreicht zu sein, doch dann greift Thorsden Schlößner ein. "Die Qualität ist hervorragend", sagt er und bietet 2000 Euro. Doch Nüdling betreibt ihr Spiel weiter. Sie überbietet Suppes in 50er Schritten. Der sagt schließlich völlig entnervt: "Dann biete ich 3000 Euro:" Doch auch damit kann er Nüdling nicht abschütteln. Sie bietet 3100 Euro und erhält dafür den Zuschlag.

"Wir sind völlig happy", sagen die Besitzer. Sie erhalten mehr als das Doppelte der Expertise. "Damit hätten wir nie gerechnet."

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