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"Bares für Rares" "Kannst du das auch bedienen?" - Händlerin stichelt gegen "Waldi"

Bares für Rares: Colmar Schulte-Goltz, Horst Lichter, Verkäufer
"Bares für Rares"-Experte Colmar Schulte-Goltz erklärt Moderator Horst Lichter die Funktionsweise der Rechenwalze von Besitzer Tobias Moll
© ZDF
Bei "Bares für Rares" steht ein skurriles Gerät zum Verkauf. "Das Monster" nennt Horst Lichter eine alte Rechenwalze, die im Händlerraum das Interesse von Walter "Waldi" Lehnertz weckt. Es kommt zum Bietergefecht.

"Was ist dat denn für ein Apparillo", staunt Moderator Horst Lichter. "So etwas habe ich noch nie gesehen." Tobias Moll aus Kreuztal kommt mit einer Rechenwalze zu "Bares für Rares". "Die habe ich von meinem Vater bekommen, der sie 40 Jahre im Büro in einer Vitrine stehen hatte", sagt der 30-Jährige über den außergewöhnlichen Apparat. Da er in seiner Wohnung keinen Platz für das Gerät habe, möchte er es nun zu Geld machen.

"Wir haben hier eine Rechenwalze aus der Schweiz vor uns", erklärt "Bares für Rares"-Experte Colmar Schulte-Goltz. "Dieses Gerät ist ein typisches Stück, wie man es in Banken verwendet hat", sagt er über den Verwendungszweck. Man habe damit den Tageszins ausrechnen können. Das Stück aus Eichenholz und mit Drehkurbel sei zirka 1915 von der Firma Loga-Calculator gefertigt worden. "Ein wirklich tolles, herausragendes Objekt."

"Bares für Rares"-Experte verhalten, Händler begeistert

"Ich wäre froh, wenn ich 300 Euro dafür bekommen würde", sagt Verkäufer Moll über seine Preisvorstellung. Experte Schulte-Goltz stimmt dem zu. Er taxiert die Walze auf 300 bis 350 Euro, da sie starke Gebrauchsspuren aufweise. Die Skalen seien durch ständiges Anfassen teilweise nicht mehr ablesbar.

Im Händlerraum löst "das Monster", wie Horst Lichter es nennt, Rätselraten aus. Weder Walter "Waldi" Lehnertz noch Julian Schmitz-Avila wissen, um was es sich handelt. Barometer, Kalender oder Dechiffriermaschine? Verkäufer Moll muss Aufklärungsarbeit leisten. "Ich weiß zwar nicht, was ich damit mache, biete aber 80 Euro", sagt "Waldi", der von dem skurrilen Teil begeistert ist. Schnell schießt der Preis nach oben. Es kommt zum Bietergefecht zwischen Thorsden Schlößner und Lehnert. Bei 410 Euro ist Schluss. "Das Ding gehört in die Eiffel", sagt Höchstbietender "Waldi" stolz. "Kannst du das auch bedienen?", frotzelt Susanne Steiger. "Noch nicht", antwortet der trocken.

Moll erhält mehr als den Schätzpreis der Expertise für seinen Apparat. "Meine Vorstellungen wurden weit übertroffen", sagt er.

mai

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