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"Bares für Rares": "Es riecht ein bisschen" - Opas altes Fahrrad erweist sich als wertvolle Rarität

Daran hat Moderator Horst Lichter besonders viel Spaß: Bei "Bares für Rares" steht ein motorisiertes Fahrrad der italienischen Firma Bianchi zum Verkauf. Das Erbstück erweist sich als seltene Rarität - und erzielt einen stolzen Preis.

Bares für Rares: Moderator Horst Lichter

"Das hat mein Opa mir geschenkt", sagt Nicholas Grossi. Der 20-jährige Kölner mit italienischen Wurzeln kommt mit einem kuriosen Gefährt zu "Bares für Rares". Er will das motorisierte Fahrrad seines Großvaters verkaufen. Moderator Horst Lichter ist beim Anblick des Gefährts in seinem Element. "Das ist ein tolles Ding", erkennt der Mopedliebhaber. Tatsächlich ist das alte Fahrrad mehr wert, als so manches Neue.

"Wir haben hier ein Motorradfahrrad von Eduardo Bianchi", klärt "Bares für Rares"-Experte Detlev Kümmel auf. Bereits 1887 sei bei der Firma aus Mailand das erste Fahrrad mit Hilfsmotor hergestellt worden. Vom Rahmenaufbau her sei klar erkennbar, dass das 1961 gebaute Zweirad wie ein Motorrad konzipiert worden sei. Um es zu starten, habe man zunächst in die Pedale treten müssen. Dann sei der Hilfsmotor dazu angesprungen. "Es knattert sehr laut und riecht ein bisschen", sagt Kümmel, ansonsten sei es voll funktionsfähig.

Doch was ist das alte Fahrrad wert? "Ich hätte gerne mindestens 1000 Euro dafür", sagt Verkäufer Grossi. Experte Detlev Kümmel ist einverstanden. Obwohl ein paar Reparaturen wie das Tretlager fällig seien, schätzt er den Wert des Bianchi-Rades auf 1100 bis 1300 Euro. "Jetzt müssen die Händler nur noch mehr bieten", sagt Lichter und überreicht dem jungen Verkäufer die Händlerkarte.

"Bares für Rares"-Experte Detlev Kümmel (r.) untersucht das Fahrrad von Nicholas Grossi. Moderator Horst Lichter würde am liebsten damit davonfahren.

"Bares für Rares"-Experte Detlev Kümmel (r.) untersucht das Fahrrad von Nicholas Grossi. Moderator Horst Lichter würde am liebsten damit davonfahren.

ZDF

"Bares für Rares"-Händler macht sich bereit für Probefahrt

Im Händlerraum will sich Julian Schmitz-Avila zur Probefahrt aufschwingen. "Leider ist es ein bisschen zu klein für mich", sagt er. Trotzdem ist er begeistert. Roman Runkel startet mit 250 Euro, Schmitz-Avila legt nach. In 50er-Schritten steigt der Preis. Bei 750 Euro soll schon Schluss sein, doch dann bietet Runkel 1000 Euro an. Plötzlich entsteht ein Bietergefecht. "Das ist wirklich geil", sagt Schmitz-Avila und bietet 1400 Euro. Doch Runkel will das alte Fahrrad unbedingt haben. Für 1470 Euro erhält er schließlich den Zuschlag.

"Ich bin sehr froh", sagt Verkäufer Grossi glücklich. Auf italienisch würde er sagen: "Ce l'ho fatta." Und das heiße so viel wie: "Ich habe geschafft."

mai