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"Bares für Rares" Resolute Rentnerin bleibt hartnäckig – und bringt Händler zum Einlenken

Bei "Bares für Rares"-Verkäuferin Marina Lappe beißen die Händler auf Granit.
Bei "Bares für Rares"-Verkäuferin Marina Lappe beißen die Händler auf Granit.
© ZDF
Bloß nicht zu früh verkaufen: Rentnerin Marina Lappe erweist sich bei "Bares für Rares" als harter Brocken. Ihre Verhandlungstaktik geht auf.

Dieses Stück bringt ganz schön viel auf die Waage: Mit großen Erwartungen kommt Marina Lappe zu "Bares für Rares". Die Fremdsprachenkorrespondentin aus Troisdorf möchte in der ZDF-Trödelshow ein Goldarmband verkaufen. "Ich trage es einfach zu selten", sagt die 64-Jährige zu Moderator Horst Lichter. Das Armband ist ein Erbstück ihrer Oma. "Das hat sie bereits in den 60er Jahren getragen", sagt Lappe. Doch sie vermute, dass es noch älter sein könne und erhofft sich Aufschluss von der Expertise.

"Das Armband hat ein tolles Muster und irritiert enorm, je nachdem wie man es hält", sagt "Bares für Rares"-Expertin Heide Rezepa-Zabel über das mehrgliedrige Schmuckstück. "Sehr interessant." Das Armband sei im italienischen Vincenza hergestellt worden und aus 750er Gold gefertigt. Aufgrund der Nummerierung erkennt Rezepa-Zabel sowohl den Juwelier als auch das Herstellungsjahr: Torsato Bruno um 1960. Das Armband scheint die Oma also damals neu erworben zu haben.

"Bares für Rares"-Expertin mit guten Nachrichten

Besitzerin Lappe hat Armband vorab selbst gewogen und den Materialwert recherchiert. Sie hofft auf "1600 bis 1800 Euro". Expertin Rezepa-Zabel hat gute Nachrichten: "Nach aktuellem Goldpreis liegt das Armband schon bei 1900 Euro. " Da es ein attraktives Stück sei liegt der Schätzpreis noch höher: bei 2200 bis 2400 Euro. "Es freut mich sehr, dass es mehr geworden ist als der Wunsch. Den Rest musst du verhandeln", sagt Horst Lichter. Doch diesen Rat braucht die geschäftstüchtige Dame gar nicht. Lappe entpuppt sich als Verhandlungsgenie.

Bares für Rares: Moderator Horst Lichter

"Ich find's hübsch, ich mag diese Art Armbänder", sagt Julian Schmitz-Avila im Händlerraum und startet bei 2000 Euro. Lappe macht sofort Werbung für ihr "schönes Armband" und schwärmt von der "Verarbeitung". Trotzdem will kein anderer Händler mitbieten. "Dann müssen wir beide irgendwie klarkommen", sagt die resolute Besitzerin zu Schmitz-Avila. Weil Lappe hartnäckig bleibt, ist der bereit, noch 100 Euro draufzulegen. Ein guter Deal für beide.

"Ich bin ganz zufrieden, dass ich nicht zu früh aufgegeben habe und denen noch was aus den Rippen gezogen habe", freut sich Lappe. Mit 300 Euro mehr als ihrem Wunschpreis fährt sie glücklich nach Hause.

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