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"Bares für Rares": Original oder Reproduktion? Daran erkennt der "Bares für Rares"-Experte eine Nachahmung

Alte Werbeschilder sind heiß begehrt: Verkäufer Jochen Winkler bringt ein Coca-Cola-Motiv zu "Bares für Rares". Doch das entpuppt sich als Reproduktion. Trotzdem ist Händler Waldi Lehnertz begeistert.

Bares für Rares

"Bares für Rares"-Moderator Horst Lichter (l.) und Experte Sven Deutschmanek (r.) begutachten das Werbeschild, das Jochen Winkler verkaufen möchten.

ZDF

Original oder Reproduktion? Das ist die Frage, die Experte Sven Deutschmanek am Donnerstag bei "Bares für Rares" klären muss. Jochen Winkler aus Hannover bringt ein Werbeschild von Coca-Cola in die Sendung, das er auf einem Flohmarkt erstanden hat. "Ich glaube, dass es aus den 50er Jahren stammt", ist sich der Verkäufer sicher. Doch das Motiv, das eine handgemalte Marilyn Monroe mit Colaflasche zeigt, ist in Wahrheit viel jünger. Experte Deutschmanek entlarvt die Nachahmung mit einer simplen Fragen.

"Wann haben sie das gekauft, um welche Uhrzeit?", will der "Bares für Rares"-Fachmann vom Verkäufer wissen. "Ich schätze mal, es war um die Mittagszeit", sagt Winkler. "Da gebe ich ihnen Brief und Siegel drauf, dass das eine Reproduktion ist", erklärt Deutschmanek. Die Geschäfte würden auf Flohmärkten morgens gegen 4 oder 5 Uhr gemacht werden. Um diese Uhrzeit würden Profis auf die Märkte gehen, um die guten Sachen zu erwerben.

"Bares für Rares"-Experte erklärt Indizien für Reproduktion

Es ist nicht das einzige Indiz, das Deutschmanek die Reproduktion erkennen lässt. Die Ränder des Holzschildes seien künstlich gealtert worden. Auch dass an markanter Stelle ein Astloch zu sehen ist, deute auf die Nachahmung hin. "Das hätte die Firma Coca-Cola bei einem echten Schild nicht zugelassen", weiß Deutschmanek. Er vermute, dass das Schild in den 80er oder 90er Jahren in Indien nachgemacht wurde.

"Aber trotzdem ist es gut gemalt", sagt Moderator Horst Lichter zu dem Werbemotiv, das tatsächlich eine Handarbeit ist. "Ja, aber ich bin mir ziemlich sicher, wenn wir Schilder nachmalen würden, könnten wir nach 100 Stück genauso gut malen", sagt Deutschmanek. Er schätzt den Wert auf höchstens 150 Euro. Ein Preis, mit dem Verkäufer Winkler einverstanden wäre. "Ich habe nur zweistellig dafür bezahlt", gibt er zu.

Waldi schlägt zu

Obwohl es eine Reproduktion ist, löst das Holzwerbeschild im Händlerraum Begeisterung aus. "Ich fang mit 80 Euro an für das Brett", sagt Walter "Waldi" Lehnertz. Doch die anderen Händler bieten mit. Schnell schießt der Preis nach oben. David Suppes bietet 150 Euro - und damit exakt den Schätzpreis. Doch Waldi will das Schild offenbar unbedingt haben und bietet mit. Bei 220 Euro ist schließlich Schluss. Suppes steigt aus, Waldi bekommt sein Schild und ist glücklich: "Bärenstark gemalt. Das ist was für einen Partykeller."

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