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"Bares für Rares" "Verkaufen Sie lieber nicht" - warum die Händler bei dieser Uhr abraten

Bares für Rares: Wendela Horz, Horst Lichter, Patrick Petschi
"Bares für Rares"-Expertin Wendela Horz untersucht die Uhr von Verkäufer Patrick Petschi, Horst Lichter staunt.
© ZDF
Verkehrte Welt bei "Bares für Rares": Die Händler raten einem Verkäufer davon ab, sich von seiner umgebauten Taschenuhr zu trennen. Dabei ist das Objekt über 100 Jahre alt. 

Diese Uhr ist 100 Jahre alt: Mit einem Erbstück seines Opas kommt Patrick Petschi aus Berlin zu "Bares für Rares". "Er hat sie von einer Taschenuhr zu einer Armbanduhr umgebaut", sagt der 28-Jährige zu Moderator Horst Lichter über das ungewöhnliche Objekt. Was ist die Uhr heute wert?

"Wir haben hier eine Herrenarmbanduhr der Marke Omega", erklärt "Bares für Rares"-Expertin Wendela Horz. Das Uhrwerk sei 1916 entstanden, das Gehäuse vermutlich um 1920. Ursprünglich sei es eine Taschenuhr aus Silber gewesen, die dann zu einer Armbanduhr umgebaut wurde. "Das war einfach praktischer", erklärt Horz, man habe so die geliebte Uhr am Handgelenk tragen können. Das Uhrwerk sei überholungsbedürftig, aber das Emaille-Ziffernblatt begeistert die Sachverständige. "Das ist sehr schön und kaum beschädigt."

"Bares für Rares"-Expertin mit Verkäufer einig

250 Euro hatte Verkäufer Petschi von einem Auktionshaus für die Uhr angeboten bekommen. Diese Summe wünscht er sich jetzt als Mindestpreis. "Man müsste noch ein bisschen was in die Uhr investieren", sagt Horz. Trotzdem liege ihr Schätzpreis genau bei 250 Euro. "Vielleicht ist noch ein bisschen mehr drin", glaubt Lichter und drückt Petschi die Händlerkarte in die Hand. Doch im Händlerraum erlebt der Verkäufer eine Überraschung.

"Wir haben einen großen Omega-Fan hier am Tisch sitzen", sagt Julian Schmitz-Avila. Damit meint er den Wiesbadener Kunsthändler David Suppes. Doch auf die Euphorie folgt bald Enttäuschung. Denn außer Suppes will keiner der Händler ein Gebot abgeben. "Die Taschenuhren von Omega werden nicht mehr so hoch gehandelt", motzt Waldi und glaubt, dass die Uhr ohne Umbau mehr wert gewesen wäre. Auch Omega-Fan Suppes will nicht mehr als 100 Euro bieten und rät Petschi: "Verkaufen Sie lieber nicht." Auch Elisabeth Nüdling glaubt, dass der 28-Jährige die Uhr besser behalten solle. "Sie sind noch jung, vielleicht wissen Sie die Uhr in 20 Jahren viel mehr zu schätzen."

Petschi lässt sich überzeugen, das Erbstück zu behalten. Traurig ist er nicht, dass der Verkauf nicht geklappt hat. "Man wird sehen, was die Zeit bringt."

mai

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