HOME

Comeback: Andrea Kiewel zurück im ZDF

Zehn Monate nach ihrem Rauswurf hat das ZDF Ex-"Fernsehgarten"-Moderatorin Andrea Kiewel im Promi-Quiz "Gut zu wissen" wieder vor die Kamera gelassen. Bevor "Kiwi" nun auch wieder den schwächelnden "Fernsehgarten" übernimmt, stimmen Sie bei stern.de ab über eine bessere Quotenretterin.

Andrea Kiewel ist zurück im Fernsehen: Zehn Monate nach ihrem Rauswurf wegen Schleichwerbung für den Diätanbieter Weight Watchers ist die ehemalige Moderatorin des ZDF-"Fernsehgartens" am Mittwochabend wieder bei ihrem alten Sender vor die Kameras getreten. Im Promi-Quiz "Gut zu wissen" mit Moderator Markus Lanz sammelte die 43-Jährige Spenden für die Welthungerhilfe. Das ZDF hatte Kiewel dafür auf eine Reise in die Armenviertel Indiens geschickt.

Für Kiewel könnte der Gastauftritt bei "Gut zu wissen" ein Schritt zu einem Comeback als ZDF-Moderatorin sein. Dass es das ehemalige Mitglied der DDR-Schwimmnationalmannschaft zurück ins Fernsehen zieht, ist kein Geheimnis: "Ich würde lügen, wenn ich sage, dass ich es nicht vermisse. Ich liebe meinen Job, ich würde gerne ins Fernsehen zurück, gestand "Kiwi" der "Bild"-Zeitung.

Und auch das ZDF scheint eine Begnadigung seiner populären Ex-Moderatorin nicht auszuschließen: "Wenn einer mit 100 durch die Stadt fährt, bekommt er seinen Führerschein auch nicht auf Lebenszeit abgenommen", erklärte ZDF-Unterhaltungschef Manfred Teubner laut "Berliner Kurier" die Einladung Kiewels zum Promi-Quiz.

Da liegt die Vermutung nahe, dass "Kiwi" bald auch wieder für den "Fernsehgarten" im Gespräch ist, für den sie von 2000 bis 2007 gute Quoten einfuhr. Die Moderatorin lockte mehrere Hunderttausend Zuschauer mehr vor die Fernsehschirme als ihr Nachfolger Ernst-Marcus Thomas. Damit kann das ZDF nicht zufrieden sein.

Doch wäre Andrea Kiewel der geeignete Quotenretter? Sie hatte sowohl dem ZDF als auch dem MDR, für den sie die Talkshow "Riverboat" moderierte, ihren PR-Vertrag mit den Weight Watchers verschwiegen und sich als Gast in mehreren Sendungen auffällig deutlich über ihre Diät mit Hilfe der Organisation geäußert. Immerhin entschudigte sich die Moderatorin aber öffentlich beim Publikum für den Schleichwerbungsskandal. "Ich bin ein Mensch, der einen Fehler gemacht hat, der dafür zu Recht bestraft worden ist", erzählte sie der "Bild"-Zeitung. "Ich schäme mich noch heute dafür und kann mir nicht erklären, wie ich es dazu habe kommen lassen."

Kiewel-Website verschweigt Rauswurf

Tatsächlich schämt sich Kiewel offenbar so sehr, dass sie ihren Fehltritt am liebsten ignorieren würde. Auf ihrer Website www.andreakiewel.de tut sie jedenfalls genau das. Dort steht in ihrer Biografie: "Seit 2000 Moderatorin des ZDF 'Fernsehgarten' und anderer Sendungen" und "seit 2007 Moderatorin der Talkshow 'Riverboat' beim MDR". Ungeniert verschweigt Kiewel hier, dass ihre Karriere bei beiden Sendern längst beendet ist. Auch ihre Weight-Watchers-Vergangenheit hat "Kiwi" aus ihrem Leben gestrichen. Unter der Rubrik "Werbung" gibt sie nur an, dass sie von 2000 bis 2001 Testimonial für "Philadelphia" gewesen sei. Von ihrem langjährigen Vertrag mit den Weight Watchers kein Wort. Lediglich versteckt auf einer hinteren Seite hinter einem unbetitelten Link findet sich noch ihre schriftliche Entschuldigung an ihr Publikum aus dem vergangenen Jahr.

Ein mögliches Kiewel-Comeback beim "Fernsehgarten" darf deshalb durchaus kritisch gesehen werden. Glücklicherweise bietet die deutsche Fernsehunterhaltung aber noch andere potenzielle Quoten-Retter. Zum Beispiel Inka Bause, Barbara Schöneberger oder die arbeitslose Eva Hermann?! In der "stern.de"-Fotostrecke können Sie abstimmen, wer Ihrer Meinung nach den Fernsehgarten wieder zum Blühen bringen soll.

mad/DPA/AP / AP / DPA