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Ende von "The Bridge" US-Fernsehrolle bringt Diane Kruger kein Glück


Nach nur zwei Staffeln und schwachen Einschaltquoten gibt der US-Sender FX bekannt, die Produktion von "The Bridge" einzustellen. Und Hollywood-Star Diane Kruger verliert ihren Job.
Von Frank Siering, Los Angeles

Ein bisschen hat sie wohl schon damit gerechnet. Schon seit geraumer Zeit lockt die US-Serie "The Bridge" mit Diane Kruger in der weiblichen Hauptrolle immer weniger Zuschauer vor die amerikanischen Fernseher.

Waren es im Juli noch 1,5 Millionen Menschen, die den deutschen Hollywood-Star als autistische Ermittlerin Sonya Cross an der US-mexikanischen Grenze sehen wollten, so schalteten zuletzt weniger als eine Million Fans ein. Zu wenig für Krugers Arbeitgeber FX. Am Dienstag wurde bekanntgegeben, dass die Serie eingestampft werde und keine dritte Staffel mehr produzieren wird.

Für Kruger und ihre Kollegen sicherlich eine Enttäuschung, zumal sie im Interview mit dem stern zum Start der zweiten Staffel gesagt hatte, dass es sie mit enormem Stolz erfülle, eine Polizistin zu spielen, die unter dem Asperger Syndrom leidet. Auch, weil "eine TV-Serie ein tolles Vehikel ist, um die Welt auf diese Art auf die Krankheit aufmerksam zu machen".

Vollbeschäftigung à la Hollywood

Kruger zählt zu den wenigen deutschen Schauspielern, die in Hollywood seit einigen Jahren Fuß fassen konnten. Doch trotz der regelmäßigen Arbeit bei einer Fernsehserie hatte die 38-jährige Niedersächsin niemals erwartet, einer ständigen Vollbeschäftigung nachzugehen.

Dem stern sagte sie: "Ich bin happy, Arbeit zu finden. Ich nehme das auch nicht als gegeben hin. Immerhin habe ich genügend Freunde und Bekannte, die keinen Job in der Entertainment-Branche finden. Aber ich reiße mir auch den Hintern auf, um gute Jobs an Land zu ziehen."

Stolz auf deutsche Attribute

"The Bridge" basierte auf der dänisch-schwedischen Krimiserie "Die Brücke - Transit in den Tod" und wurde von amerikanischen Produzenten nach dem Erwerb der US-Rechte kurzerhand an die Grenze zwischen den USA und Mexiko verlagert. Neben Kruger spielte auch Demian Bichir eine Hauptrolle. Die Krimiserie wurde erstmals im Juli vergangenen Jahres ausgestraht. In Deutschland läuft die Serie beim Bezahlsender Fox.

Für Kruger dürfte dieses kleine Zwischentief genau das sein - ein Zwischentief. "Das Showgeschäft ist nichts für schwache Nerven", so die Deutsche, die glaubt, dass es vor allem deutsche Tugenden wie Fleiß, Ehrlichkeit und Zuverläßigkeit sind, die ihr helfen immer neue Arbeit zu finden.

Sie glaube, dass sie als Deutsche im Ausland heute sogar noch ein bisschen mehr auf ihre Herkunft achte. Vor allem, weil sie die Attribute, die den Deutschen zugeschrieben werden immer mehr zu schätzen wisse.

Chancen einer Serie

"Es ist doch ganz angenehm, wenn dein Fleiß, deine Zuverlässigkeit und auch deine Ehrlichkeit gut ankommen bei den Arbeitgebern. Ich jedenfalls weiß das zu schätzen", so Kruger.

"Ich wusste sehr wenig vom Fernsehen. Ich hatte das vorher ja noch nie gemacht. Am Anfang war ich sehr nervös, weil es einfach so zeitaufwändig ist eine TV-Serie zu drehen. Aber dann habe ich schnell gemerkt, dass du einfach viel mehr Zeit hast, einen Charakter zu entwickeln. Das gefällt mir an einem TV-Engagement", so Kruger.


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