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Die Alm, Tag 12: Schlüpfrige Kulisse, aber sonst tote Hose

Auf der Alm sind die Mäuse los: Die eine beißt Tessa in den Daumen, die andere räkelt sich im Waschzuber. Werner Lorant sitzt unterdessen eine Gans zwischen den Beinen und Manni - nun, der spielt mit Kuhdung.

Von Jens Wiesner

Eigentlich stünden auf der Alm alle Zutaten für einen gepflegten Softporno bereit. Ein einsamer Bauernhof in den Südtiroler Bergen, an jeder Ecke Strohballen und Lederhosen sind auch nicht weit. Dazu mixe man ein paar Möchtegern-Models, ein geschiedenes Ehepaar, einen lüsternen Bauern und einen weisen alten Lehrer. Doch bislang konnte Graf Porno nicht einmal halbherzig zum Zapfenstreich blasen. Keine skandalträchtigen Bettgeschichten. Keine Fummeleien vor laufender Kamera. Nicht einmal ein handfester Wiedersehenskrach zwischen Heesch und Ralf-Bauer-Gedächtnisfrisur Spengemann. Viel schlimmer: Die 86-Tage-Vermählten gehen dermaßen vernünftig miteinander um, dass ihnen nach dem Almabtrieb ein Autorenvertrag für einen Scheidungsratgeber sicher sein dürfte.

Eine Gans zwischen den Schenkeln

Seit gestern wissen wir zudem, dass Neuzugang Heesch ihren Schlüpper lieber inkognito unter der Bettdecke wendet. Obenrum scheint sie dagegen weniger Probleme zu haben. Nicht nur die geballte Alm-Männlichkeit wollte ihren Augen kaum trauen, als der selbst erklärte Ausbund an Schüchternheit nur mit einem langen weißen Stofffetzen bekleidet in den Waschzuber stieg. Was dann folgte, lässt sich nur als Entdeckungstour mit einem triefenden Schwamm beschreiben. Schade eigentlich, dass Pro7 die Szenerie nicht mit einem gehauchten "Je t'aime" unterlegte. Wenn schon auf die Kacke hauen, dann richtig! Für den Pirelli-Kalender, liebe Frau Heesch, üben wir aber noch ein bisschen, gelle?

Einen Schritt in die richtige Richtung beschritt dagegen Charlotte Karlinder. Die Ex-Frühstücksfernsehen-Moderatorin nahm Alm-Senior Lorant gleich auf dem Esstisch. Zur Massage, natürlich. Erst wurde der Lorant-Luxuskörper ordentlich mit Öl eingerieben, dann nahm die Kneterei und Rubbelei ihren Lauf. Und "Werner Beinhart" ließ die flinken Hände seiner Masseuse gewähren - zumindest so lange, bis ihm der alte Schelm Alm-Öhi eine Gans zwischen die Schenkel setzte. Schnitt zur nächsten Szene. Doch das Kopfkino lief weiter - und hatte leider kein Happy Ending.

Tessa schwört Rache

Drama-Queen Tessa suchte ihr Glück gleich im Tierreich. Zugegeben - zunächst wollte ihr die Vorstellung so gar nicht behagen, das eigene Schlafgemach mit einem fiependen Untermieter zu teilen. Aber nachdem die Ex-Topmodel-Kandidatin zum ersten Mal in die kleinen Knopfaugen des Nagers geblickt hatte, war es um ihr Herz geschehen. Sogar ein Küsschen wurde verteilt. Ohne Zunge, versteht sich. Doch die Maus entpuppte sich als SM-Nagetier, nutzte die günstige Gelegenheit und schlug ihre Hauer in Tessas Daumen. Die sah Blut und Rot, schrie die Alm zusammen und schwor tödliche Rache.

Maske aus Dung und Stroh

In der Welt des Manfred Ludolf haben derartige Gewaltfantasien keinen Platz: Doch während sein Inneres im kindlich-hellen Gemüt erstrahlt, fängt es außen langsam an zu müffeln. So wird das nie was mit einer Freundin, dachte sich Charlotte Karlinder, entdeckte ihre mütterliche Seite und machte sich an eine Generalüberholung des Wuschelkopfes. Da wurden flugs neue Klamotten für drüber und drunter geschneidert und splissige Haare gelassen. Bei der Gesichtsmaske wusste sich der findige Schrottplatzschrat allerdings selbst zu helfen. Sprach's, rannte in den Kuhstall und kehrte zur Erheiterung der ganzen Bagage mit Kuhdung und Stroh im Gesicht zurück. Tja, Raymond, da kannst du wohl einpacken: Alle lieben Manni - selbst mit Scheiße an der Backe.

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