HOME

Stern Logo Dschungelcamp

TV-Kritik

Dschungelcamp, Tag 7: Chris beschuldigt Evelyn des Uhrenschmuggels, sie aber plaudert lieber über Steuern

Erste Abnutzungserscheinungen bei den Campbewohnern: Statt über persönliche Beziehungen wird im Camp jetzt über Bratpfannen und Uhren gestritten. Nur einer Camperin ist alles "scheißegal".

Von Simone Deckner

Evelyn Dschungelcamp

Evelyn schwor im Dschungelcamp: Erst auf die schlesische Wurst ihrer Mutter, dann auf Gott

MG RTL D

So ein Lagerkoller kommt ja selten mit großen Schritten. Es sind die kleinen Dinge, die zweifelsfrei darauf hinweisen, dass die Nerven der Campbewohner mittlerweile angespannt sind wie die monströsen Oberarme des miraculösen Millionärs, wenn er sich damit auf den Brustkrob trommelt.

Kleine, irrsinnig wichtige Dinge: zwei Kaugummis, ein Klodeckel, eine Pfanne. Und, das größte Ding von allen, das mit dem größten Stressfaktor ü-b-e-r-h-a-u-p-t: eine Uhr. Also, eine verbotenerweise ins Camp hinein geschmuggelte Uhr. Zum letzten Mal wurde das Corpus Delicti laut Zeugenaussagen (Tommi Piper) in einer roten Socke gesehen, die irgendjemand nachlässig auf ein Bett gelegt hatte. Also, Evelyn. Das wollte der Tommi beobachtet haben. Flüsterte er der Gisele. Die das wiederum dem Interims-Teamchef Chris flüsterte.

Hat Evelyn eine Uhr ins Camp geschmuggelt?

Urplötzlich stand "Barbie" (Chris zu Evelyn) als Hauptverdächtige da. Auf der Suche nach der verlorenen Zeit als verdeckter Ermittler agierte der Currywurstmann leicht übermotiviert. Für seinen Spezialauftrag hatte er sich sogar eigens in Chris Knatterton umgetauft. Schockierend war nicht nur, dass kaum jemand sein Vorbild, die Comicfigur Nick Knatterton kannte, die in den 50er Jahren mit Trenchoat und Pfeife als Meisterdetektiv in der Zeitschrift "Quick" ermittelte. Nicht mal Doreen sagte der Name etwas. Immerhin gab sie vor Chris Knatterton bereitwillig zu, was sie schon zuvor ausgeplaudert hatte: Dass sie zwei Kaugummis in den Ohren ihres Kuscheltiers ins Camp geschmuggelt hatte.

Dschungelcamp 2019: Die Nackt-Masche der Dschungelfrauen

Schockiert war vor allem Evelyn, die sich von Chris zu Unrecht beschuldigt fühlte. Knatterwurst verhörte sie aber auch knallhart: "Schwör' auf die schlesische Wurst deiner Mutter, dass du die Uhr nicht hast!" Evelyn schwor, später gar noch auf Gott. Bei der ganzen Aufregung ging leider ein Satz von Domenico – seinerseits dringend der Haarteilschmuggelei verdächtig - etwas unter: "Kennst du das? Erst lügst du vielleicht nur einmal, dann noch mal und irgendwann kommst du aus dem Lügen gar nicht mehr raus dein Leben lang." Hhm, Cobra 11, übernehmen sie!

Steuertipps im Dschungelcamp

Dass die Camper die zäh wie Kaugummi vergehende Zeit im Camp totschlagen, indem sie sich über den korrekten Gebrauch von Klodeckel, Pfanne und Kompass zerstreiten - geschenkt. Irgendwas muss man ja machen. Interessant eigentlich, dass man die Promis im Dschungelcamp ja fast nie Gespräche führen hört, wie sie so zwischen Nicht-Promis ablaufen. Gespräche, in denen Fragen vorkommen wie: "Was machst du eigentlich so beruflich?" oder "Krass, dass der Trump die Sache mit seiner Mauer echt durchzieht, oder?"

Ein Lichtblick auch in dieser Hinsicht: Evelyn. Sie verwickelte Yotta in ein Gespräch über dessen Festnahme am Frankfurter Flughafen Ende 2018. Er könne da nicht drüber reden, weil es sich um ein laufendes Verfahren handele, so Yotta, nur so viel: Heftige Scheiße! Der Verdacht der Steuerhinterziehung stehe im Raum, erklärte der Null-Sterne-Gigant und dass er selbstverständlich Steuern gezahlt habe, aber ein Brief vom Finanzamt habe ihn irgendwie nicht erreicht und da stand dann auf einmal Steuerflucht im Raum.

Dschungelcamp 2019, Tag 7: Das Comeback der Heulsuse - Gisele bricht ab
Dschungelcamp 2019

Mittlerweile tägliche Routine im Dschungelcamp: Gisele muss zur Prüfung. Dr. Bob erklärt der 31-Jährigen, was auf sie zukommt. Bei "Alarm in Cobra 11" muss die Kandidatin ins Innere einer schlangenförmigen Höhle kriechen und dort Sterne finden.

Im Dschungeltelefon erzählte Evelyn das Drama nach – in ihren Worten: "Der Briefbote vom Steueramt wurde bestimmt böse", vermutete sie und gab dann unumwunden zu, dass sie steuer-technisch eher nicht so der Fuchs sei. Klar: Von dem Geld, was man verdient, gehen irgendwie Steuern ab: "Für das Tierheim, für Lehrer, fürs Schwimmbad, für den Zoo" und so etwas. Nicht zu vergessen: diese Mehrwertsteuer: "Das sind mal sechs Prozent, mal zehn Prozent, das geht bis zu 30 Prozent." So ganz wohl war der Evelyn bei der ganzen Sache mit der Steuer jedenfalls nicht. Darum kümmert sich bei ihr zum Glück ihr Steuerberater, "der Herrn Öztürk", den sie auch gern angerufen hätte, aber okay.

Schlangengrube ist zu viel Stress für Gisela

So gar nicht okay zumute war dann erwartungsgemäß Gisela aka Gisele bei ihrer x-ten Dschungelprüfung. Mit verschränkten Ärmchen hörte sie von Sonja und Daniel, dass sie in eine Höhle steigen und dort zwischen Schlangen und Spinnen nach Sternen suchen sollte. Zwar erklärte sie sich zunächst bereit, "es zu versuchen". Dann kam, was kommen musste: Gisele lugte nur kurz in den Höhleneingang, erkannte Spinnweben und brach erst in Schreien aus und dann die Prüfung ab: "Da war eine ziemlich große Spinne direkt neben mir", erklärte sie schluchzend. Auf Sonjas Frage, wie denn die Mitcamper auf die erneute Nulldiät wohl reagieren würden, erkannte Gisele hellsichtig: "Die werden mich alle hassen", das sei ihr aber "scheißegal".

Dass Gisele eine "Scheißegal-Haltung" an den Tag legte, störte besonders Sandra und Domenico, die ihre Abneigung gegenüber der ehemaligen Modelshow-Teilnehmerin schon vorher freien Lauf ließen. Einzig Chris machte sich danach noch für seinen Schützling stark, sprach von einer "fiesen Prüfung". Sandra, mitleidlos: "Sollen die da Kuscheltiere rein tun?" Aber selbst wenn, Gisele würde sicher auch dann abbrechen, "absolut nicht teamfähig" sei die Frau, meckerte sie.

Auch an Tag Acht hat Gisele erneut die Chance, zu zeigen, dass sie ihre Ängste überw… ok, niemand glaubt das ja mehr. Interessant wäre an dieser Stelle eine Befragung der Zuschauer, die Gisele noch immer in jede einzelne Prüfung wählen. Warum? Nur Sadismus kann es ja eigentlich nicht sein.

Daniel Hartwich erinnert an Roger Willemsen

Der Tag, der voll war mit Kleinigkeiten endete mit einem großen Kompliment. Der Adressat: Moderator Daniel Hartwich. Der erinnere ihn, so ein vital wirkender Tommi Piper, irgendwie an Roger Willemsen. Für kurze Zeit vergaß man vor dem Fernseher, mit welch unwichtigen Dingen man sich gerade beschäftigt hatte und dachte an den wunderbaren, viel zu früh gegangenen Autor und Moderator, der so unnachahmlich schreiben und die Menschen begeistern konnte. Er fehlt so sehr.

"Zu viel der Ehre", wiegelte Daniel Hartwich dann auch schnell ab, doch man merkte ihm an, dass die Worte auch ihn aus der Dschungelroutine gerissen hatten. Ob der Piperoni damit all' seine vorherigen Endlos-Monologe vergessen macht, dürfen die Zuschauer entscheiden. Ab morgen wird rausgewählt.

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.